Wichtige Neuerungen Special

Umweltzonen in Berlin und Hannover, mehr Rechte für Anleger und günstigere Gespräche mit dem Mobiltelefon - im kommenden Jahr ändert sich vieles für Verbraucher. test.de gibt einen Überblick.

Kinder und Familie

Familienkasse. Mehr Geld in der Kasse sollen künftig Familien haben. Die Regierungskoalition hat beschlossen, dass sie ab 2010 mehr Kindergeld erhalten. Pro Kind soll es künftig monatlich 20 Euro mehr geben, das macht für jedes Kind jährlich 240 Euro zusätzlich. Im Detail: Für das erste und zweite Kind gibt es künftig 184 Euro, für das dritte 190 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind je 215 Euro. Weiteres Plus: Die Steuerfreibeträge für Kinder steigen um insgesamt 984 Euro auf 7 008 (bisher 6 024) Euro im Jahr. Je nach Steuersatz können Eltern über die Freibeträge bis zu 467 Euro mehr Steuern sparen als bisher.

Soziales

Mehr Geld für Pflege. Die Leistungen der häuslichen und stationären Pflege werden Anfang 2010 erhöht. Empfänger von Pflegegeld erhalten in jeder der drei Pflegestufen nun monatlich 10 Euro mehr. Wird die Pflege von einer Fachkraft erbracht, haben sie in der ersten Pflegestufe Anspruch auf monatlich 440 Euro, in der zweiten Stufe auf 1 040 Euro und in der dritten Stufe auf 1 510 Euro.

Krankenkasse: Selbstständige mit wenig Verdienst zahlen mehr. Selbstständige mit sehr geringem Einkommen müssen ab 2010 etwas höhere Beiträge an die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung zahlen. Auch wer nur einige hundert Euro im Monat verdient, wird nun von den Kassen so behandelt, als würde er  1 916,25 Euro im Monat verdienen. Ein kinderloser Selbstständiger muss dann monatlich 327,68 Euro für Kranken- und Pflegeversicherung zahlen. Im Jahr 2009 waren es 323,19 Euro. Selbstständigen, die den Existenzgrün­der­zuschuss vom Arbeitsamt beziehen, unterstellen die Kassen ein niedrigeres fiktives Monatseinkommen von 1 277,50 Euro. Dafür zahlt der Versicherte monatlich 218,45 Euro. Bisher waren es 215,46 Euro.
Tipp: Auch wenn Sie kein Existenzgründer sind und Ihr Familieneinkommen sehr gering ist, sollten Sie bei Ihrer Krankenkasse den niedrigeren Satz beantragen.

Neue Grenzen in der Sozialversicherung. Ab 2010 gelten neue Grenzwerte für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung sowie für die Renten- und Arbeitslosenversicherung.
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