Wichtige Neuerungen Meldung

Abgeltungsteuer, höhere Bußgelder für Verkehrssünder und bessere Absetzbarkeit von Handwerker­leistungen: auch 2009 ist vieles neu. test.de gibt einen Überblick.

Steuern und Recht

  • Abgeltungsteuer. Ab 1. Januar 2009 gilt die Abgeltungsteuer. Sie beträgt 25 Prozent und fällt auf alle Kapitalerträge an: Zinsen, Dividenden und Kursgewinne von Aktien, Anleihen und Fonds. Die Steuer fällt erst an, wenn der Sparerpauschbetrag von 801 Euro überschritten ist (1 602 Euro für Ehepaare). Die 25 Prozent erhöhen sich noch um den Solidaritätszuschlag auf 26,375 Prozent. Bei entsprechender Konfession kommt noch Kirchensteuer hinzu. Sie beträgt je nach Bundesland 8 oder 9 Prozent.
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  • Erbschaftssteuer. Die Reform der Erbschaftsteuer kann Anfang 2009 in Kraft treten. Dann gilt: Ehepartner erben selbstgenutztes Wohneigentum steuerfrei, für Kinder gilt eine Begrenzung auf 200 Quadratmeter. Voraussetzung ist aber eine Mindestnutzung der Immobilie von zehn Jahren. Ehepartner können zudem bis zu 500 000 Euro (bisher 307 000 Euro) steuerfrei erben oder geschenkt bekommen, Kinder bis zu 400 000 Euro (bisher 205 000 Euro). Wer einen Betrieb erbt, bleibt steuerfrei, wenn er diesen zehn Jahre lang weiterführt. Für kürzere Zeiträume gelten gestaffelte Steuersätze.
    Tipp: Finanztest berichtet in Heft 02/2008 ausführlich zum Thema. Das Heft erscheint am 21. Januar 2009.
  • Handwerker. Ab 2009 steigt der Höchstbetrag für Handwerkerrechnungen auf 6000 Euro. Das Finanzamt erstattet davon 20 Prozent - also maximal 1 200 Euro. Das gilt aber nur für Lohn-, Fahrt- und Maschinenkosten, Materialkosten bleiben außen vor.
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  • Haushaltshilfen. Bei selbstständigen oder angestellten Hilfen im Haushalt – wie etwa Gärtner, Putzhilfe oder Pflegedienst – liegt der neue Höchstbetrag bei 20 000 Euro für Lohn-, Fahrt- und Maschinenkosten. Davon erhalten Steuerzahler 20 Prozent - also maximal 4 000 Euro vom Finanzamt zurück.
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  • Sparerpauschbetrag. Der Freibetrag für Anleger heißt ab 2009 nicht mehr Sparerfreibetrag, sondern Sparerpauschbetrag. Die Werbungskosten sind komplett über den Pauschbetrag abgedeckt. Zudem belasten auch Spekulationsgewinne den Freibetrag. Der Höhe des Sparerpauschbetrags liegt bei 801 für Alleinstehende und 1 602 Euro für Ehepaare.
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  • Pendlerpauschale. Nachdem das Bundesverfassungsgericht die Neuregelung zur Pendlerpauschale gekippt hat, gilt nun wieder die alte Regelung. Danach können Abreitnehmer für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz wieder vom ersten Kilometer an jeweils 30 Cent in der Steuererklärung geltend machen.
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  • Neuwagenkauf. Wer bis zum 30. Juni 2009 einen Neuwagen erstmals zulässt, der muss ein Jahr lang keine Kfz-Steuer zahlen. Wird in diesem Zeitraum ein umweltfreundliches Auto mit Euro-5– oder Euro-6-Norm erstmals zugelassen, dann verlängert sich die Entlastung sogar bis auf maximal zwei Jahre.
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Kinder und Familie

  • Kindergeld. Fürs erste und zweite Kind zahlt der Staat ab 2009 zehn und für weitere Kinder 16 Euro mehr – pro Kind und Monat. Auch der Kinderfreibetrag steigt: von 3 648 auf 3 964 Euro.
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  • Elterngeld und Elternzeit. Die Regeln zum Elterngeld und zur Elternzeit ändern sich zum neuen Jahr. Eltern können einen Elterngeldantrag künftig einmal ändern, ohne Gründe nennen zu müssen. Großeltern können sich für die Erziehung eines Enkelkindes bis zu drei Jahre freistellen lassen
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