Wichtige Neuerungen Meldung

Mehrwertsteuer, Elterngeld, Rundfunkgebühren. Auch Anfang 2007 stehen wieder Änderungen vor der Tür. Welche Vor- und Nachteile zu erwarten sind sagt test.de in diesem Überblick.

Steuern und Recht

  • Steuern 2007. Ab 1. Januar steigt die Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent und etliche Steuervorteile entfallen. Die Liste der Kürzungen ist lang. Arbeitnehmer können immer weniger Ausgaben von der Steuer absetzen. Beispiel Arbeitszimmer: Das erkennt der Fiskus ab 2007 nur noch an, wenn sich dort der „Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit“ befindet.
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  • Versicherungssteuer. Auch die Versicherungssteuer für steigt auf 19 Prozent. Das gilt etwa für die Kfz-Versicherung. Bei anderen Sachversicherungen steigt der besondere Steuersatz: Die Feuerversicherung kostet künftig 14 Prozent statt bisher 11 Prozent, die Wohngebäudeversicherung mit Feuerversicherung 17,75 Prozent statt bislang 14,75 Prozent und die Hausratversicherung mit Feuerversicherung erhöht sich auf 18 statt bisher 15 Prozent. Allgemein wird die Versicherungssteuer auf die gezahlten Beiträge und Prämien erhoben. Ausgenommen von der Erhöhung sind die gesetzlichen und privaten Lebens- und Krankenversicherungen.
  • Sparerfreibetrag fast halbiert. Der Sparerfreibetrag auf Kapitalerträge wie Zinsen und Dividenden sinkt für Alleinstehende von bisher 1 370 Euro auf 750 Euro, für Ehepaare von 2 740 Euro auf 1 500 Euro. Nur die Werbungskostenpauschale von 51 Euro (Ehepaare 102 Euro) für Zins- und Dividendenerträge ändert sich nicht. Als empfehlenswerte Geldanlagen für das nächste Jahr rücken steueroptimierte Euro-Rentenfonds, niedrigverzinste Bundesanleihen und Jumbo-Pfandbriefe in den Vordergrund. Sie bieten Verlässlichkeit, weil sie mit keinem oder nur sehr geringem Risiko behaftet sind.
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  • Fahrgeld vom Chef. Ab 2007 wird die Entfernungspauschale gekürzt. Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern aber auch weiterhin bis zu 44 Euro pro Monat für ein Bus- und Bahnticket spendieren, ohne dass Lohnsteuer oder Beiträge zur Sozialversicherung darauf fällig werden. Die Firma kann dem Mitarbeiter die Kosten bis zu dieser Höhe zusätzlich zum Gehalt zahlen.
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  • Gebühr für Finanzamt. Für verbindliche Auskünfte kassieren die Finanzämter ab dem 1. Januar 2007 Gebühren. Bezahlen sollen diejenigen, die zu einer rechtlich noch nicht geklärten Frage einen schriftlichen Antrag auf eine verbindliche Auskunft stellen. Das kann zum Beispiel für einen Unternehmer gelten, der die steuerlichen Auswirkungen klären möchte, bevor emöchteen Betrieb umwandelt oder ihn an einen Nachfolger übergibt.
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  • Ladenöffnungszeiten. In den meisten Bundesländern sollen die Ladenöffnungszeiten von Montag bis Samstag komplett freigegeben werden. Für den Sonntag gilt das aber weiterhin nicht.

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