Wett­bewerb „Jugend testet“ 2014 Meldung

Nach­wuchs­sorgen braucht sich die Stiftung Warentest nicht zu machen: Auch die Tests der Preisträger von „Jugend testet 2014“ stecken voller guter Ideen. Prämiert wurden unter anderem Tests von Anti-Schimmel-Reinigern, Cloud-Diensten und dem Fanservice von Fußball­klubs.

Immer wieder mehr weibliche Tester

Auf stolze 682 kam die Zahl der einge­reichten Test-Arbeiten – und über 2 500 Kinder und Jugend­liche haben mitgemacht. Dabei waren – wie im Vorjahr – übrigens mehr Mädchen als Jungen. Und sehr viele Nach­wuchs­tester kommen aus Nord­rhein-West­falen, Bayern, Baden-Württem­berg und Nieder­sachsen. Die Jugend­lichen haben bewiesen, dass sie Verbraucher sind, die man ernst nehmen sollte. Das betonte Bundes­verbraucher­schutz­minister Heiko Maas, Schirmherr des Wett­bewerbs, in seiner Rede bei der Preis­verleihung in Berlin: „Die jungen Teste­rinnen und Tester sind ’Germanys next Topverbraucher’. Sie schauen hinter die Kulissen der Waren­welt und sind damit ein Vorbild für alle Verbrauche­rinnen und Verbraucher.“

Schimmel züchten und betteln

Wett­bewerb „Jugend testet“ 2014 Meldung

Tatsäch­lich haben die Preisträger Außergewöhnliches geleistet. Die Teste­rinnen von Hilfs­organisationen zum Beispiel schlüpften für eine Spenden­aktion in die Rolle von Straßenkindern und putzten für Kleingeld Schuhe. Für den Test von Anti-Schimmel-Reinigern mussten die Prüfe­rinnen erst mal Schimmelpilze züchten. Und Felix Bichelmeier aus Wolfenbüttel, erster Preisträger in der Kategorie „Produkttests“, hat über 1 000 Knall­erbsen explodieren lassen, um deren Qualität zu ergründen und heraus­zufinden, ob auch kleine Kinder mit geringer Wurfhöhe Spaß daran haben können. Details zum Wett­bewerb und den prämierten Leistungen finden Sie unter www.test.de/jugendtestet.

Heute Foto-Apps, früher Dias

Jugend testet 2014: Zwei Gewinnerinnen bei der Preisverleihung

Zwei Gewinnerinnen bei der Preis­verleihung

Den Jugend­wett­bewerb richtet die Stiftung Warentest seit 35 Jahren aus. In dieser Zeit haben rund 37 000 junge Verbraucher Tests einge­reicht, die häufig selbst erfahrene Tester über­raschen. Dr. Holger Brack­emann, Bereichs­leiter Unter­suchungen der Stiftung Warentest: „Ich bin immer wieder fasziniert, wie die jugend­lichen Tester mit ganz einfachen Mitteln und viel Kreativität zu aussagekräftigen Test­anlagen kommen.“ Die Arbeiten spiegeln auch immer wider, was junge Menschen interes­siert: Werden heute sehr häufig Apps für Smartphones getestet, beschäftigten sich die Teilnehmer in den acht­ziger Jahren noch mit Dias und Schwarz-Weiß-Filmen.

Schoko­laden-Tests gehen immer

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Mit Zoll­stock, Wäscheklammern und Blei­stift: Jugend testet

Manche Themen über­dauern alle Trends: Schokolade und Kosmetik sind seit 35 Jahren beliebte Test­objekte, genauso wie Materialien aus dem Schul­alltag. Eine Gruppe Schüler malträtierte Ordner mit einem „Sprungtest“. Immer wieder sprangen sie mit vollem Körper­einsatz auf die Ordner drauf. Aus Sicht der Schüler spiegelte das rabiate Verhalten den Alltag an ihrer Schule ganz gut wieder.

„Jugend testet“ geht weiter

Nach der Preis­verleihung ist vor dem Test: Junge Tester zwischen 12 und 19 Jahren können sich ab September 2014 für die nächste Runde „Jugend testet“ anmelden unter www.test.de/jugendtestet.

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