Wertpapiernummer Meldung

Die meisten Tageszeitungen veröffentlichen im Finanzteil seit Einführung der Isin nur noch die neue Nummer. Fast alle Banken akzeptieren aber auch weiterhin die alte WKN .

Die alte Wertpapierkennnummer (WKN) ist Vergangenheit. Seit dem 22. April gibt es die Isin. Finanztest beantwortet die fünf wichtigsten Fragen zur neuen Nummer.

Wie erfahre ich die neue Isin für meine Wertpapiere?

Anleger, die sich aus Tageszeitungen informieren, werden die Isin ihrer Wertpapiere dort finden. Viele Zeitungen haben schon vor dem 22. April auf die Isin umgestellt und veröffentlichen keine WKN mehr. Auch die „Börsenzeitung“ gehört hierzu.

Wer nach der Umstellung seine Aktien sucht und die Isin nicht parat hat, kann aber Schwierigkeiten bekommen, wenn sie nach Nummern geordnet sind. Fonds lassen sich leichter finden. Sie sind häufig nach den Fondsgesellschaften getrennt gelistet.

Bei den meisten Banken kommt der Anleger auch nach dem 22. April mit der alten WKN weiter. Sie stellen erst nach und nach um.

Komfortabel ist die Suche der Isin börsengehandelter Wertpapiere über das Internet: Auf der Homepage der Deutschen Börse lässt sich beispielsweise über die Funktion „Kurssuche“ die Isin finden. Gibt man bei Kurssuche die alte WKN ein und drückt den Button „go“, findet die Suchmaschine auch heute noch das Wertpapier.

Mit einem Doppelklick auf das Wertpapier gelangt man zur Detailansicht. Hier steht für das gesuchte Wertpapier nicht mehr die alte WKN, sondern die neue Isin. Diese doppelte Nummernführung soll nach Angaben der Deutschen Börse auch bis auf weiteres bestehen bleiben.

Finanztest hat mit der April-Ausgabe auf Isin umgestellt. In den Fonds­tabellen und im „Marktplatz“ finden sich die neuen Nummern für rund 400 Fonds und auf Seite 84 die Isin der 30 Dax-Werte.

Kann ich durch die Zahlen- und Buchstabenfolge der Isin etwas über die Art des Wertpapiers, also ob es ein Fonds oder eine Aktie ist, erfahren?

Nein. Nur der Länderkode, mit dem die Nummer beginnt, zeigt dem Anleger, in welchem Land das Papier aufgelegt wurde. DE etwa steht für Wertpapiere aus Deutschland, FR für Frankreich, GB für Großbritannien, IE für Irland, LU für Luxemburg oder US für USA.

Ich habe den Fonds Entrium Aktien Deutschland (WKN 987 454). Seine Isin lautet LU 008 086 907 5. Von seiner alten WKN ist nichts in die Isin eingeflossen, obwohl er ein deutscher Fonds ist. Wie kommt das?

Ihr Fonds investiert in deutsche Wertpapiere und ist in Deutschland zum Vertrieb zugelassen. Aufgelegt und genehmig wurde er jedoch in Luxemburg. Deshalb auch das Länderkürzel LU. Nur bei in Deutschland aufgelegten Fonds kann man von der WKN auf die Isin schließen.

Ich habe eine Anleihe des Bundes­lands Sachsen-Anhalt mit dem Länderkode XS. Was heißt das?

Bei XS-Anleihen kann der Anleger nicht von der Isin auf das Herkunftsland des Emittenten schließen. Denn XS ist kein nationales Länderkürzel, sondern steht für die Verwahrstelle, bei der die Anleiheurkunde hinterlegt ist. Mit ihr sind Informationen über den Gesamtnennbetrag und die Zinsansprüche verbrieft.

Diese Urkunde – auch Globalurkunde genannt – ist bei Anleihen, die mit XS beginnen, bei einer der internationalen Abrechnungs- und Verwahrungsstellen, nämlich bei Euroclear oder Clearstream hinterlegt.

Ich habe für die Cisco-Aktie die Isin US 172 75R 102 3 gefunden. Ist das R ein Fehler?

Nein. Seit dem 22. April sind für Wertpapierkennnummern auch Kombinationen aus Zahlen und Buchstaben zugelassen. Von der dritten bis zur elften Stelle kann die Isin jetzt auch aus Buchstaben von A bis Z bestehen. Umlaute wie Ä, Ö und Ü tauchen aber nicht in der neue Isin auf. Sie sind in vielen Sprachen unbekannt. Auch I und O sollen nicht verwendet werden, weil man sie mit Zahlen verwechseln kann.

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