Anleger müssen sich umstellen. Die Wertapierkennnummer (WKN) wird abgeschafft. Die sechsstellige WKN war bisher wie ein Autokennzeichen, mit ihr konnte man jedes einzelne Wertpapier sicher und zuverlässig identifizieren – egal ob Anleihe, Aktie oder Fonds. Ab 22. April stellt die Deutsche Börse auf den neuen Isin-Code um, der im internationalen Wertpapierhandel gilt.

Die Finanztest-Fondstabellen über­neh­­men den Code ab der Aprilausgabe 2003. Bei der Isin steht ein zweistelliges Länderkürzel vorweg, dann folgen zehn Ziffern. Wenn zum Beispiel ein Fonds in Deutschland aufgelegt wurde, werden der bisherigen WKN drei Nullen voran gestellt und eine einstellige Prüfziffer angehängt. Beispiel: Der Aktienfonds DWS Investa mit der WKN 847000 trägt künftig die Isin DE 000 847 000 8. Bei Wertpapieren aus Fremdländern wird die dortige nationale Kennung zugrunde gelegt, etwa bei US-Papieren die Cusip. So läuft der Templeton Growth Aktienfonds mit der WKN 971025 künftig als US 880 199 104 8. Viele Banken haben bereits angekündigt, im Geschäft mit Kleinanlegern schrittweise umzustellen. Zunächst kommen Sparer also auch noch mit der Wertpapierkennnummer weiter.

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