Um den grenzüberschreitenden Handel auf den europäischen Aktienmärkten zu fördern, sollen die deutschen Aktien mit einem international gültigen Kode gekennzeichnet werden. Vom 22. April 2003 an wird deshalb die Wertpapierkennnummer (WKN) durch die europaweit gültige International Securities Identification Number (ISIN) ersetzt.

Die ISIN ist ein zwölfstelliger alphabetisch-numerischer Kode, der jeweils mit einem zweistelligen Länderkürzel anfängt. Aktien, die in Deutschland ausgegeben wurden, beginnen demnach mit "DE". Danach folgen jeweils drei Nullen, die ursprüngliche WKN sowie eine Prüfziffer. In Spanien, Italien und den skandinavischen Ländern ist die ISIN bereits üblich.

Bislang mussten bei internationalen Wertpapiergeschäften die Aktienkodes geändert werden. Von der neuen Regelung erhoffen sich die Marktteilnehmer einen weiteren Schub für den europäischen Handel. Die Kreditwirtschaft rechnet aber mit ähnlich hohen Kosten wie bei der Euro-Umstellung.

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