Wertpapierkennnummer Meldung

Statt sechs Ziffern wie die Wertpapierkennnummer (WKN) hat der neue Isin-Kode zwölf Stellen. Die alte Nummer wird bei deutschen Fonds integriert – hier ein Beispiel mit dem DWS ­Select Invest.

Am 22. April wird die Wertpapierkennnummer (WKN) in Deutschland und Österreich vom internationalen Isin-Kode abgelöst. Mit der Umbenennung soll die weltweite Identifizierung von Wertpapieren und der grenzüberschreitende Handel einfacher werden.

Isin steht für „International Securities Identification Number“ und ist ein zwölfstelliger Kode mit Buchstaben und Zahlen, der aus drei Teilen besteht.

Der Kode beginnt mit einem zweistelligen internationalen Länderkürzel, beispielsweise mit DE für Deutschland, IR für Irland oder LU für Luxemburg. Der Anleger erkennt daran, ob das Wertpapier aus dem In- oder Ausland stammt. Davon hängen zum Beispiel die Steuerregeln ab.

Es folgt eine nationale Kennnummer mit neun Stellen. Bei deutschen Wertpapieren wird den sechs alten Ziffern lediglich „000“ vorangestellt. Die Nummer eines im Ausland aufgelegten Wertpapiers kann sich komplett ändern.

Abgeschlossen wird der Kode von einer einstelligen Prüfziffer. Sie ist wichtig für die Banken und Abrechnungsstellen. Nach einem festgelegten Rechenschlüssel können sie damit prüfen, ob eine eingegebene Kennnummer stimmt.

Bei Fonds, die in Deutschland aufgelegt sind, kann man von der alten WKN auf die neue Isin schließen. Doch ob ein Wertpapier seine Zulassung aus Deutschland hat, erkennen Anleger nicht immer an seinem Namen: So hat etwa der Entrium-Fonds ­Aktien Deutschland jetzt die Isin LU 008 086 907 5. Er ist in Luxemburg aufgelegt. Von der WKN 978 454 ist in der Isin nichts übrig.

Parallel zu Österreich und Deutschland stellen in diesem Jahr auch die zum Euronext-Verbund gehörenden Börsen in Paris, Brüssel und Amsterdam auf Isin um. In zahlreichen anderen europäischen Ländern wie Spanien, Italien und in den skandinavischen Ländern hat sich die bereits im Jahr 1981 geschaffene Isin längst durchgesetzt.

Deutsche Anleger müssen jedoch noch nicht so schnell umlernen: Die meisten Banken und Institute haben angekündigt, für eine längere Übergangszeit noch die alte WKN zu akzeptieren.

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