Der Discount­broker Flatex hatte im Test von Depotkosten (Finanztest 06/2013) mit seiner 5-Euro-Flatrate die güns­tigsten Trans­aktions­kosten. Für Anleger, die oft Wert­papiere und Fonds kaufen und verkaufen, ist er erste Wahl. Doch bei Flatex gibt es eine Kostenfalle. Sie betrifft Anleger mit ausländischen Aktien. Flatex verlangt für die Gutschrift von Auslands­dividenden eine Gebühr von 1,50 Euro bei Beträgen unter 15 Euro und von 5 Euro bei höheren Beträgen. Das ist vor allem bei US-Aktien ärgerlich, die viermal pro Jahr ausschütten. In ungüns­tigen Fällen verschlingt die Flatex-Gebühr ein Viertel bis ein Drittel der Nettodividende. Beispiel: Die jüngste Ausschüttung des Zahnpasta­konzerns Colgate-Palmolive im April brachte deutschen Anlegern für 40 Aktien 17,88 Euro. Bei Flatex blieben davon nur 12,88 Euro übrig.

Auch beim Discount­broker Vitrade müssen Kunden für die Gutschrift von Auslands­dividenden zahlen. Die Gebühr in Höhe von 8 Euro entfällt aber bei Erträgen unter 15 Euro.

Tipp: Betroffene Anleger eröffnen am besten ein zweites Depot bei einer güns­tigen Direkt­bank.

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