Wert­papierdepot

Plus oder minus?

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Wert­papierdepot - Banken informieren dürftig

Sie können selbst ausrechnen, ob Sie mit Ihrem Depot Gewinn oder Verlust gemacht haben.

Gebrauchs­anleitung

Wert­papierdepot - Banken informieren dürftig

1. Schritt: Vergleichen Sie den neuen Depot­stand mit dem des Vorjahres. Den finden Sie in Ihrem alten Depot­auszug.

2. Schritt: Beziehen Sie die Käufe und Verkäufe des vergangenen Jahres in Ihre Aufstellung mit ein. Die genauen Beträge müssen Sie einzeln aus den jeweiligen Abrechnungen zusammen­suchen. Verbuchen Sie Käufe negativ und Verkäufe positiv. Berück­sichtigen Sie mindernd auch die Provisionen, die Sie für die Kauf- und Verkaufs­aufträge zahlen mussten.

3. Schritt: Vergessen Sie Ihre Erträge nicht. Zinsen, Dividenden und Ausschüttungen von Fonds gehören unbe­dingt zur Wert­entwick­lung dazu. Sie finden sie in den Mitteilungen über Kapital­erträge und in der Steuer­bescheinigung. In unserem Beispiel rechnen wir mit der Dividenden­ausschüttung vor Abzug der Abgeltung­steuer. Zählen Sie nun die einzelnen Posten zusammen. Falls Ihr Depot etwas kostet, ziehen Sie noch die Depot­gebühren ab. Sie erhalten mit dieser Rechnung einen ersten Über­blick über den Erfolg Ihres Depots.

Achtung: Schwierig zu ermitteln ist die Rendite in Prozent. Das grenzt an höhere Mathematik. Hier muss Ihre Bank helfen.

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Bobbled66 am 08.01.2015 um 09:47 Uhr
Banken bilden sich viel auf Ihre Beratung ein

Da muss ich meinem Vorredner aber widersprechen. Laut Eigenwerbung ist die Beratung der Eckpfeiler der meisten Banken. Dementsprechend sollten Sie auch genaue Aussagen über die Wertentwicklung des Depot machen, da hat der Kunde alles auf einen Blich und kann sich seine Gedanken machen - aber wahrscheinlich wollen die Banken genau das nicht.
Das Risiko eines Werpapierdepot kann man meiner Meinung nach relativ leicht ausdrücken: Nämlich in der Volatilität des Depots, die kann man nach einem Jahr ziemlich leicht ausdrücken.

anon am 02.07.2013 um 03:52 Uhr
Gehört nicht zum Depotgeschäft

Bei einem Depot verwahrt und verwaltet die Bank die Wertpapiere. Eine Analyse aktueller oder vergangener Depotentwicklung und -risiken ist eine davon unabhängige Dienstleistung. Wenn ich die möchte, muss ich mich an einen entsprechenden Spezialisten wenden; oft genügen aber die entsprechenden Funktionen, die fast jede Bank als Teil eines Börseninformationssystems kostenlos anbietet. Einfache halbwegs sinnvolle pauschale Rendite- oder Risikoangabe kann die Bank sowieso nur ermitteln, wenn unterjährig Wertpapiere weder ver- noch zugekauft wurden. Aber selbst dann wären sie fragwürdig: Wer eine Bundesanleihe kauft, um eine nominal festgeschriebene Verbindlichkeit abzusichern, für den sind Kursverluste der Anleihe durch steigende Zinsen kein Risiko; wer sie zur Spekulation auf fallende Zinsen kauft, für den schon. Daher lassen sich sinnvolle Aussagen über das Depotrisiko sowieso nur individuell bei Kenntnis des Hintergrunds treffen.