Wert­papierdepot Meldung

Die Aktionärs­bank wird ihren Geschäfts­betrieb im November einstellen. Betroffene Kunden können inner­halb der Firmengruppe zum Onlinebroker Flatex wechseln und erhalten fast identische Konditionen. Die Finanztest-Experten erklären, wie der Wechsel abläuft – und haben fest­gestellt: Für manche Anleger ist ein völlig neuer Anbieter die bessere Wahl.

Die kurze Firmen­geschichte der Aktionärs­bank

Die Aktionärs­bank war keine zwei Jahre am Markt präsent: Im September 2013 hatte sie ihre Bank­lizenz erhalten, kurz darauf den Geschäfts­betrieb aufgenommen. Nun teilt sie ihren Kunden bereits mit, dass am 16. November 2015 Schluss ist, und empfiehlt den Wechsel zum Onlinebroker Flatex. Er gehört zur selben Firmengruppe wie die Aktionärs­bank. Wer sich darauf einlässt, kann dafür im außerbörs­lichen Direkt­handel zehn Käufe oder Verkäufe gebührenfrei tätigen. Das für sechs Monate gültige Angebot hat einen Gegen­wert von 59 Euro.

Aktionärs­bank und Flatex sind sehr ähnlich

Wer als Kunde mit der Aktionärs­bank zufrieden war, kann bedenkenlos zu Flatex wechseln, denn er bekommt weitest­gehend die gleichen Preise und Bedingungen. In unserem letzten Test von Wertpapierdepots gehörten beide Anbieter zu den besten. Sie bieten besonders güns­tige Order­kosten mit einem betrags­unabhängigen Einheits­preis (Flatfee). Die Aktionärs­bank hatte zusätzlich mit ihrer modernen Benutzerführung und aufwendigen Internetdar­stellung geworben. Hier müssen sich Kunden beim Wechsel zu Flatex umstellen.

Interner Wechsel ist sehr einfach

Der interne Wechsel von der Aktionärs­bank zu Flatex wird Kunden leicht gemacht. Sie müssen nur vorbereitete Formulare unter­schreiben. Das normaler­weise zur Eröff­nung eines Onlinedepots nötige Post-Ident-Verfahren entfällt.

Vorsicht bei Auslands­aktien

Für Anleger, die viele ausländische Aktien im Depot haben oder kaufen wollen, sind allerdings Aktionärs­bank und Flatex gleichermaßen problematisch. Beide erheben eine Gebühr auf jede Dividenden­ausschüttung. Das kann gerade bei US-Aktien, die üblicher­weise viermal pro Jahr ausschütten, ziemlich teuer werden. Betroffene Anleger sollten sich daher einen Anbieter suchen, der Dividendenzah­lungen kostenlos weitergibt. Unter den güns­tigsten Banken mit Flatfee trifft das nur auf die Onvista Bank zu. Eine Order kostet dort – wie bei Flatex – pauschal 5 Euro. Dazu kommen noch die Fremd­spesen beim Börsenkauf.

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