Werbungskosten Meldung

Berufstätige, die auf ihren Kosten fürs Arbeitszimmer seit 2007 sitzenbleiben, können sich jetzt einen Freibetrag auf ihrer Lohnsteuerkarte eintragen lassen. Dann zahlen sie erst mal weniger Lohnsteuer. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) im Fall eines Lehrerehepaars aus Niedersachsen entschieden (VI B 69/09).

Die Lehrer klagen mithilfe des Lohn- und Einkommensteuer Hilfe-Ring Deutschland, weil sie in der Schule keinen Arbeitsplatz haben, um den Unterricht vorzubereiten (Finanzgericht Niedersachsen, Az. 7 V 76/09). Bis 2007 konnten sie bis zu 1 250 Euro im Jahr geltend machen. Das wurde gestrichen, weil der Mittelpunkt ihrer Arbeit nicht im Arbeitszimmer, sondern in der Schule ist.

Ob das Abzugsverbot verfassungsgemäß ist, müssen die obersten Gerichte noch entscheiden (BFH, Az. VI R 13/09, Bundesverfassungsgericht, Az. 2 BvL 13/09).

Tipp: Rechnen Sie spätestens in der Steuererklärung Ihr Arbeitszimmer ab. Der Steuerbescheid bleibt dann bis zur Klärung offen. Entscheiden die Richter positiv, bekommen Sie die zu viel ge­zahl­te Steuer zurück. Sie können auch beantragen, gleich weniger Steuern zu zahlen. Wird aber das Abzugsverbot nicht rückwirkend aufgehoben, müssen Sie den Betrag verzinst nachzahlen.

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