Werbungs­kosten Meldung

Die Verpflegung auf dem Arbeitsweg ist meist Privatsache.

Arbeitnehmer, die einen befristeten Arbeits­vertrag mit Probezeit haben, dürfen für den Weg von daheim zur Arbeit keine Reise­kosten abrechnen. Entweder sie machen für die einfache Entfernung 30 Cent je Kilo­meter geltend. Oder sie geben die Ticket­kosten für öffent­liche Verkehrs­mittel in der Steuererklärung an, wenn das für sie güns­tiger ist. Gesetzlich geregelt ist das erst seit 2014, es gilt aber schon in der Zeit davor, urteilte der Bundes­finanzhof (Az. VI R 21/14). Der Kläger arbeitete im Jahr 2011 als Werk­zeug­mechaniker am Betriebs­sitz seines Arbeit­gebers. Er hatte sechs Monate Probezeit und einen Arbeits­vertrag für ein Jahr. Das Finanz­amt ging von einer regel­mäßigen Arbeits­stätte aus, der Mann selbst betrachtete seine Arbeit als Auswärts­tätig­keit. Er wollte Verpflegungs­pauschalen und jeden zurück­gelegten Kilo­meter auf dem Arbeitsweg als Werbungs­kosten abrechnen. Das entschied der Bundes­finanzhof anders.

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