Bisher konnten Oberkellner diesen Anzug absetzen – mal sehen, ob das so bleibt.

Können schwarze Anzüge, schwarze Blusen und Pullover – die ein Groß­teil der Bevölkerung zu fest­lichen Anlässen trägt – typische Berufs­kleidung sein? Das Finanzge­richt Berlin-Brandenburg stellt mit einem neuen Urteil die bisherige Recht­sprechung infrage, indem es die Frage im Falle eines Trauer­redners verneint (FG Berlin-Brandenbug, Az. 3 K 3278/15). Damit haben sich die Cott­busser Richter von der Arbeits­kleidungs-Recht­sprechung des Bundes­finanzhofs – vor allem zu Bestattern – distanziert (BFH, Az. III R 5/88). Ein schwarzer Anzug, der sich in nichts von dem unterscheide, was ansonsten zu Festivitäten getragen werde, sei eben keine typische Berufs­kleidung. Dies gelte für alle Berufe, etwa Trauer­redner, Bestatter, katho­lische Geist­liche und Oberkellner, so die Begründung der Richter. Jetzt muss sich der Bundes­finanzhof erneut mit dieser Frage auseinander­setzen (BFH, Az. VIII R 33/18).

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