Werbungskosten Meldung

Snowboardkurse sind Privatvergnügen. Nur im Einzelfall kann es anders sein.

Was der Arbeitgeber als Fortbildung abhakt, akzeptiert das Finanzamt längst noch nicht als Werbungskosten. Deshalb muss ein Sportlehrer bis vor den Bundesfinanzhof ziehen, weil das ­Finanzamt bei einem Snowboardkurs abwinkte (Revision, Az. VI R 61/02).

Die erste Instanz, das Niedersächsische Finanzgericht, hat aber dem Lehrer schon mal Recht gegeben: Die Kursgebühren seien Werbungskosten, weil der Sportlehrer das Erlernte für seinen Beruf nutze (Az. 13 K 44/99). Der Lehrer leitet an der Schule eine Wintersport-AG und organisiert Klassenfahrten mit Wintersportkursen. Zudem bescheinigte der Sportlehrerverband, dass es sich um spezielle Fortbildung für erfahrene Skifahrer handelte.

Tipp: Für den Abzug der Fortbildungskosten spricht die Bestätigung vom Arbeitgeber, dass der Kurs dem Job dient. Wichtiges Indiz ist auch, dass den ganzen Tag über nach Plan gelernt wird und keine Zeit für Privatvergnügen bleibt.

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