Werbungs­kosten „Schulhund“ von der Steuer absetz­bar

Werbungs­kosten - „Schulhund“ von der Steuer absetz­bar
Pädagogischer Einsatz. Schulhunde sollen das Klassenklima verbessern. © FUNKE Foto Services / Knut Vahlensieckh

Lehrer können Kosten für einen „Schulhund“ teil­weise von der Steuer absetzen, so das Finanzge­richt Düssel­dorf (Az. 1 K 2144/17 E). Die speziell ausgebildeten Hunde sollen Lehrer bei der pädagogischen Arbeit mit Kindern unterstützen. Es klagte eine Realschul­lehrerin, die ihren privat angeschafften Hund in Abstimmung mit der Schulleitung jeden Tag im Unter­richt und in Pausen einsetzt. Die Schule wirbt mit dem speziellen „Schulhund­konzept“. Die Lehrerin stritt mit dem Finanz­amt darüber, ob und in welcher Höhe insbesondere Futter- und Tier­arzt­kosten als Werbungs­kosten anzu­erkennen sind. Sie führte an: Ihr Schulhund sei ein Arbeits­mittel – so wie ein Polizei­hund. Die Richter entschieden, die Kosten seien in Höhe eines geschätzten beruflichen Anteils von 50 Prozent als Werbungs­kosten anzu­erkennen. Das Amt will diese Entscheidung nicht akzeptieren. Das letzte Wort wird nun der Bundes­finanzhof (Az. VI R 52/18) haben.

In einem ähnlichen Fall hatte das Finanzge­richt Rhein­land-Pfalz (Az. 5 K 2345/15) anders entschieden (Werbungskosten: Schulhund bringt keine Steuererleichterung).

Mehr zum Thema

  • Dokumente aufbewahren Welche Fristen gelten – wie Sie Ordnung halten

    - Ist das wichtig? Kann das weg? Das fragen sich viele Menschen angesichts alter Unterlagen. Wir erklären, wie lange Sie Rechnungen, Verträge oder Auszüge aufheben sollten.

  • Hunde­steuer Den Hund bei der Steuer anmelden

    - Halter müssen ihren Hund für die Hunde­steuer anmelden. Je nach Wohn­ort und Hunderasse gelten verschiedene Steuersätze – und sind unterschiedliche Ämter zuständig.

  • Werbungs­kosten So setzen Sie Arbeits­mittel ab

    - Mit einem Tablet oder dem neuesten Smartphone Steuern sparen? Das geht, sofern die Geräte über­wiegend beruflich genutzt werden. test.de sagt, welche Regeln gelten.

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.