Werbungs­kosten Schulhund bringt keine Steuer­erleichterung

Werbungs­kosten - Schulhund bringt keine Steuer­erleichterung
Der Jack Russell einer Lehrerin sollte die Motivation ihrer Schüler erhöhen. Als Arbeits­mittel gilt er steuerlich trotzdem nicht. © Thinkstock

Aufwendungen für einen Schulhund dürfen nach einem Urteil des Finanz­gerichts Rhein­land-Pfalz (Az. 5 K 2345/15) nicht als Werbungs­kosten geltend gemacht werden. Im konkreten Fall hatte die Lehrerin ihren Jack Russell an drei Tagen in der Woche mit zur Gesamt­schule gebracht. Als Schulhund sollte er die Kontakt­aufnahme zu den Schülern erleichtern und ihre Lernmotivation erhöhen. Nach Auffassung der Lehrerin handelte es sich bei dem Hund somit um ein Arbeits­mittel. Daher machte sie in ihrer Steuererklärung Ausgaben für Futter, Hunde­spielzeug und Tierhalterhaft­pflicht zur Hälfte als Werbungs­kosten geltend. Das Finanz­amt und nun auch das Finanzge­richt lehnten die Anrechnung der Kosten jedoch ab. Beim Hund handele es sich nicht um ein Arbeits­mittel, da er haupt­sächlich das Haustier der Klägerin sei.

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