Anleger können sich in ein Muster­verfahren einklinken, wenn sie für ihre Geldanlagen Werbungskosten absetzen wollen. Es gibt eine Klage beim Finanzgericht Münster mit dem Ziel, den Werbungskostenabzug aus der Zeit vor 2009 wieder einzuführen.

Seit die Abgeltungsteuer für Kapital­erträge gilt, erkennt das Finanzamt weder Konto-, Depot- und Verwaltungsgebühren noch Zinsen für Kredite an, mit denen Anleger Geldanlagen finanzieren.
All diese Werbungskosten sind seit dem Jahr 2009 durch den Sparerpauschbetrag von 801 (Ehepaare 1 602) Euro im Jahr abgegolten.

Tipp: Geben Sie Ihre Ausgaben auf einer formlosen Anlage zur Steuererklärung an. Sie können die Aufstellung auch nachreichen, wenn Ihre Unterlagen schon beim Finanzamt sind. Legen Sie Einspruch ein, wenn das Finanzamt die Werbungskosten ablehnt. Die Frist dafür endet einen Monat nach der Bekannt­gabe des Steuerbescheids. So lange können Sie Werbungskosten auch noch mit einem Einspruch nachreichen.

Weisen Sie in dem Einspruch auf die Musterklage beim Finanzgericht Münster Az. 6 K 1847/10 E hin. Das Finanzamt kann zwar zurzeit noch ablehnen. Einen Versuch ist es aber wert.

Dieser Artikel ist hilfreich. 169 Nutzer finden das hilfreich.