Werbungskosten Meldung

Wer zu Hause am PC arbeitet, spart jetzt leichter Steuern.

Gute und schlechte Nachrichten bringt ein Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) Arbeitnehmern, die zu Hause einen PC haben und diesen beruflich und privat nutzen.

Gut ist: Die Richter haben bestätigt, dass die Finanzämter Ausgaben für den PC samt Zubehör immer dann voll abziehen müssen, wenn Arbeitnehmer mindestens 90 Prozent der Zeit für die Firma daran arbeiten.

Ist der berufliche Anteil geringer, aber nicht zu beziffern, sind Schätzungen möglich. Der Bundesfinanzhof hält es für vertretbar, dass dann 50 Prozent vom Preis Werbungskosten sind.

Will das Finanzamt weniger anerkennen, muss es triftige Gründe nennen. Das müssen aber auch PC-Besitzer tun, die mehr absetzen wollen. Sie können den Umfang der Arbeit zum Beispiel mit einem PC-Fahrtenbuch belegen, in dem steht, wann, wie lange und warum sie beruflich und privat am Computer saßen.

Die schlechte Nachricht ist: PC-Besitzer können nach dem Urteil der Richter Ausgaben für beruflich genutzte Zusatzgeräte wie Drucker und Scanner nicht separat absetzen. Sie müssen den Preis weiter zusammen mit den Kosten für den PC abschreiben. Hat alles zusammen mit Umsatzsteuer über 475,60 Euro gekostet, muss das Finanzamt alle Ausgaben nur über drei Jahre verteilt abziehen. Das gilt auch, wenn einzelne Geräte preiswerter waren (BFH, Az. VI R 135/01).

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