Werbungs­kosten Meldung

Bei beruflich veranlassten Feiern zahlt der Fiskus nicht immer mit.

Ein Arzt, der mit Kollegen seine Berufung zum Hoch­schul­lehrer feiert, kann die Kosten nicht steuerlich geltend machen, urteilte das Finanzge­richt Sachsen (Az. 2 K 542/11). Die Richter lehnten den Werbungs­kosten­abzug ab, weil der Arzt nicht nach­weisen konnte, dass die Feier ausschließ­lich beruflich veranlasst war. Denn die Feier beruhte auf einer privaten Initiative und fand nicht am Arbeits­platz statt. Außerdem zweifelten die Richter an der Zusammenset­zung des Teilnehmer­kreises. Nach­weise für den vollen Werbungs­kosten­abzug wären zum Beispiel, dass der Chef die einzuladenden Gäste bestimmt und keine privaten Gäste mitfeiern. Der Bundes­finanzhof hat die Revision zugelassen (Az. VI R 52/15).

Zahlt ein Arbeitnehmer eine Feier, die sowohl einen beruflichen als auch einen privaten Anlass hat, kann er unter bestimmten Voraus­setzungen die Kosten für den beruflichen Teil steuerlich absetzen. Das hat der Bundes­finanzhof (BFH) in einem anderen Fall entschieden (Az. VI R 46/14). Mehr dazu in unserer Meldung Werbungskosten: Party mit Kollegen und Freunden.

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