Gemischte Kosten abrechnen

Berufliche und private Ausgaben lassen sich nicht immer leicht trennen. Die optimale Aufteilung zum Beispiel bei PC und Telefon kostet etwas Zeit.

Ausgaben für ...

Abrechnung

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Abrechnung

Dienstreise
in Kombination mit privaten Terminen

Macht der berufliche Anteil mehr als 10 Prozent der Reise aus, kann jeder neben den rein beruflichen Ausgaben (z. B. Teilnahmegebühr, Verpflegungsmehrkosten und Hotelübernachtung) anteilig auch gemischte Aufwendungen wie etwa für die An- und Abreise geltend machen.

Tipp: Trennen Sie die beruflichen von den privaten Aufwendungen von vornherein etwa anhand der Reisetage. Nur wenn eine Abgrenzung möglich ist, können Sie die beruflich veranlassten Ausgaben geltend machen.

Computer

Ohne Nachweis über den Umfang der beruflichen Nutzung erkennt das Finanzamt pauschal 50 Prozent der Ausgaben an. Kosten Computer und Zusatzgeräte wie ein Drucker über 487,90 Euro inklusive Mehrwertsteuer, muss der Nutzer sie über die voraussichtliche Nutzungsdauer abschreiben.

Tipp: Führen Sie auf, wann und wie lange Sie den Rechner beruflich nutzen – inklusive Datum, Uhrzeit, Dauer und des tatsächlichen Zwecks der beruflichen Nutzung. Dann ist auch ein höherer Anteil möglich.

Telefon und Internet

Für berufliche Telefonate und Internetnutzung erkennt das Finanzamt pauschal 20 Prozent (max. 20 Euro im Monat) der Kosten für Anschluss, Einzelverbindungen oder Flatrate an.

Tipp: Belegen Sie über drei Monate hinweg, wie hoch der berufliche Anteil tatsächlich war. Dann zählt der nachgewiesene Anteil.

Arbeitsmittel
wie Büromöbel, Aktentasche oder Fachliteratur

Beträgt der Anteil der privaten Nutzung weniger als 10 Prozent, können Steuerzahler die Ausgaben für das Arbeitsmittel voll geltend machen: im Anschaffungsjahr komplett, wenn die Ausgaben maximal 487,90 Euro inklusive Mehrwertsteuer betragen haben. Sonst müssen sie den Wert über die Nutzungsdauer abschreiben.

Versicherungen
zum Beispiel Berufshaftpflicht, Rechtsschutz- und Unfallversicherungen

Versicherte können laut Zahlungsbeleg gezahlte, auch anteilige Beiträge, die berufliche Risiken abdecken, geltend machen.

Tipp: Bitten Sie den Versicherer um einen Beleg, der neben dem Gesamtbeitrag zum Beispiel separat den Beitrag für Arbeitsrechtsschutz ausweist.