Werben Blogger auf sozialen Medien für Produkte oder Firmen, müssen sie das als Werbung kenn­zeichnen.

Blogger und Influencer müssen Werbung in ihren Beiträgen in sozialen Netz­werken als solche kenn­zeichnen. Vorgaben dazu hat kürzlich das Kammerge­richt Berlin gemacht (Az. 5 U 83/18). In dem entschiedenen Fall hatte ein Verein zur Bekämpfung unlauteren Wett­bewerbs gegen eine als Unternehmerin handelnde Bloggerin wegen drei ihrer Instagram-Posts Unterlassungs­ansprüche geltend gemacht.

Nicht jede Info über Produkte ist Werbung ...

Die Richter führten aus, nicht jede Information über Produkte sei kenn­zeichnungs­pflichtige Werbung. Vielmehr müssten der konkrete Inhalt und die besonderen Umstände des Einzel­falls geprüft werden. Unabhängige redak­tionelle Beiträge seien auch dann keine Werbung, wenn sie von Produkten oder Dienst­leistungen handelten.

... aber unkommentierte Links schon

Bei zwei der bean­standeten Posts habe die Bloggerin aber zu anderen Unternehmen weitergeleitet, also Links gesetzt, ohne weiter zu informieren – damit fielen diese unter Werbung.

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