Werbung mit Handy-Klingeltönen, die sich gezielt an Jugendliche richtet, darf nicht die wahren Kosten des Angebots verschleiern. Die INA Germany hatte in „Bravo-Girl“ für Klingeltöne geworben, die über eine 0190-Telefonnummer für 1,86 Euro pro Minute geladen werden konnten. Wie lange das Laden in Wirklichkeit dauert, stand nirgendwo. Das Urteil des Bundesgerichtshofs gilt aber nur, wenn gezielt Minderjährige beworben werden. Und: Wer bereits hereingefallen ist, muss dennoch zahlen. Denn es handelt sich „nur“ um einen Wettbewerbsverstoß. Verboten ist damit lediglich die intransparente Werbung (Az. I ZR 125/03).

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