Wenn Firmen im Schulumfeld werben, ist der Bundesgerichtshof sensibel. So erklärte er die Kellog's-Aktion „Tony Taler“ für wettbewerbswidrig (Az. I ZR 82/05).

Der Lebensmittelkonzern hatte Sammelpunkte auf die Packungen von Frühstücksflocken gedruckt, die Schüler gegen Sportmaterialien für die eigene Schule eintauschen konnten.

Solche Aktionen schaffen nach Ansicht des Gerichts aber einen Gruppendruck, der die Kinder zum verlängerten Arm des werbenden Unternehmens mache. Die Sammelleidenschaft der Kinder müssten am Ende die Eltern finanzieren.

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