Das Land­gericht Bremen hat dem Reiseanbieter Kompass Holiday Werbe­briefe mit Gewinn­versprechen untersagt (Az. 12 O 203/16). Die Firma aus Bremen verschickte im April 2016 Gewinn­mitteilungen. Darin hieß es, der Empfänger habe eine acht­tägige Traumreise für zwei Personen in die Türkei gewonnen. Nur diverse Zuschläge, etwa ein Kerosin­zuschlag in Höhe von etwa 49 Euro sollten eventuell noch anfallen. So nicht, urteilte das Gericht. Geklagt hatte die Wett­bewerbs­zentrale. Einen „Gewinn“ in Anspruch zu nehmen dürfe für den Verbraucher nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden sein, so das Urteil. Es folgt der Linie des Europäischen Gerichts­hofs. Der erteilte falschen Versprechen von Gewer­betreibenden bereits im Jahr 2012 eine klare Absage. Vertriebspraktiken, die den Eindruck vermitteln, der Verbraucher habe einen Preis gewonnen, obwohl er Kosten über­nehmen muss, sind laut Unions­recht verboten (Az. C 428/11).

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