Werbeanrufe Meldung

Ein neues Gesetz soll die Flut unerwünschter Werbeanrufe eindämmen und Verbrauchern helfen, aus telefo­nisch geschlossenen Verträgen herauszukommen. Es wird voraussichtlich im Sommer in Kraft treten.

Widerruf: Künftig können Verbraucher auch Verträge über Zeitungs- oder Zeitschriftenabos sowie Wett- und Lottoverträge widerrufen. Das gilt auch für sofort beginnende Verträge, etwa die Umstellung eines Strom- oder Telefontarifs.

Frist: Die einmonatige Widerrufsfrist beginnt erst, wenn der Kunde eine schrift­liche Wider­rufsbe­lehrung erhalten hat, zum Beispiel als E-Mail oder Fax.

Kündigung: Entscheidet ein Verbraucher sich am Telefon für eine neue Firma, darf diese seinen Anschluss beim bisherigen Anbieter nur kündigen, wenn der Neukunde schriftlich den Auftrag dazu erteilt hat.

Bußgeld: Auf Werbeanrufe, für die keine Einwilligung des Verbrauchers vorliegt, stehen künftig bis zu 50 000 Euro Strafe. Hinzu kommen bis zu 10 000 Euro, wenn der Anrufer seine Nummer unterdrückt.

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