So funk­tioniert die Einlagensicherung

Deutsche Einlagensicherung

Gehört eine Bank nur der Entschädigungs­einrichtung deutscher Ban­ken (EdB) an, sind Einlagen bis 100 000 Euro pro Person und Bank gesichert. Das gilt ab 1. März 2017 auch für private Bauspar­kas­sen. Bei Privatbanken, die zusätzlich dem Siche­rungs­fonds des Bundesver­bands deut­scher Banken (BdB) angehören, sind Ein­lagen in Millionenhöhe gesichert.

Öffent­liche Banken, Sparkassen und Ge­nossen­schafts­banken sichern gesetzlich 100 000 Euro ab, bieten Sparern aber über eigene Ein­richtun­gen darüber hinaus fast ­unbe­grenzten Schutz. In welcher Höhe Spargeld bei Banken oder Sparkassen ­gesichert ist, finden Sparer mithilfe des Einlagensicherungsportals heraus. Bei Lebens­ver­sicherern sind Einlagen über Protektor unbe­grenzt geschützt.

Ausländische Einlagensicherung

Bei Banken mit Sitz im EU-Ausland sind laut EU-Recht bis zu 100 000 Euro pro Anleger und Bank über das Si­che­rungs­­sys­tem des jeweiligen Landes geschützt. Ausnah­men: Groß­britannien entschädigt den Gegen­wert von 85 000 britischen Pfund, Schweden bei Klarna und Nordax Bank nur einen Gegen­wert von 950 000 Kronen.

Wer über Zinsportale bei britischen Banken Geld anlegen möchte, sollte einen groß­zügigen Puffer zur Summe von 100 000 Euro einplanen, um im Pleitefall Guthaben plus Zinsen ersetzt zu bekommen. Bei der Barclays Bank, der ICICI Bank oder der Bank of Scot­land, die zusätzlich auch im deutschen Sicherungs­fonds sind, sind Beträge weit über 100 000 Euro komplett abge­sichert.

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