Weltnichtrauchertag 2006 Meldung

Plakat des Weltnichtrauchertags 2006

Plakat des Weltnichtrauchertags 2006

Der Weltnichtrauchertag 2006 steht unter dem Motto „Tabak: Tödlich in jeder Form“. Denn nicht nur Zigaretten sondern auch Modeprodukte wie Wasserpfeifen, Bidis oder Nelkenzigaretten sind schädlich - oft sogar stärker als von vielen angenommen. Und auch Passivrauchen ist alles andere als harmlos: Jährlich sterben etwa 3300 Nichtraucher an den Folgen. Das es auch ohne Zigarette geht, zeigt das Ergebnis der Kampagne „rauchfrei 2006“. Mehr als 44 000 Raucher verzichtetet einen Monat lang auf die Glimmstengel.

Erschreckende Statistik

Das statistische Bundesamt hat extra zum heute stattfindenden Weltnichtrauchertag eine Statistik veröffentlicht. Danach starben allein in 2004 mehr als 41 000 Menschen an Erkrankungen, die auf das Rauchen zurückzuführen sind. Das sind etwa 5 Prozent aller Sterbefälle insgesamt. Mit knapp 40 000 Fällen steht Lungenkrebs an erster Stelle. Die Statistik ergab auch: Raucher sterben im Schnitt sieben Jahre früher als Nichtraucher.

Passivrauchen verhindern

Der Weltnichtrauchertag 2006 wird unterstützt durch die Deutsche Krebshilfe, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Aktionsbündnis Nichtrauchen. Ein Schwerpunkt in diesem Jahr: das Passivrauchen. Allein in Deutschland sterben nach Schätzung von Experten mittlerweile etwa 3 300 Nichtraucher an den Folgen. Denn der passiv eingeatmete Rauch enthält giftige Substanzen wie Blausäure, Ammoniak, Kohlenmonoxid sowie krebserregende Stoffe wie Nitrosamine, Chrom und Benzol.

Auch Wasserpfeife, Bidis und Co. schädlich

Das Zigaretten der Gesundheit schaden, ist wohl selbst jedem Raucher bekannt. Doch auch Modeprodukte wie Wasserpfeifen oder Bidis schädigen den Körper - oft sogar stärker als von vielen angenommen.

  • Beispiel Wasserpfeife. Im vergleich zu einer Zigarette nimmt ein mit der Wasserpfeife die gleiche Menge an Nikotin aber etwa die 20fache Menge an Teer auf. Zudem enthält der Rauch auch Schadstoffe wie Arsen, Chrom und Nickel.
  • Beispiel Bidis. Um die aus Indien stammenden Bidis am Glühen zu erhalten, müssen Raucher stärker und öfter an diesen ziehen. Sie inhalieren also auch mehr. Das amerikanische National Cancer Institute hat in einer Studie nachgewiesen, dass Raucher mit Bidis etwa dreimal mehr Kohlenmonoxid und Nikotin, sowie fünfmal mehr Teer inhalieren als bei einer herkömmlichen Zigarette.
  • Beispiel Snus und Schnupftabak. Selbst Tabakprodukte bei denen keine bedenklichen Verbrennungsprodukte entstehen sind umstritten. Dazu gehören etwa Schnupf- und Kautabak (Snus).

Besser ohne

Am gesündesten ist es ganz auf Tabakprodukte zu verzichten. Im Rahmen der gestern zu Ende gegangenen Kampagne „Rauchfrei 2006“ taten dies mehr als 44 000 Teilnehmer. Sie verpflichteten sich, einen Monat lang nicht zur Zigarette zu greifen. Viele Teilnehmer sehen die Aktion als Anlass, gleich ganz aufzuhören. Immerhin: Nach Auswertung der letzten Kampagne blieben 32 Prozent der Teilnehmer auch 12 Monate nach dem Ende der Aktion rauchfrei.
Hinweis: Tipps und Unterstützung zum Rauchstopp finden Raucher im Special von test.de.

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