Welt­invest Schnelltest

Das Internetportal Welt­sparen bietet mit Welt­invest einfache Fonds-Portfolios für verschiedene Anleger­typen als Komplett­paket. Je nach Risiko­typ entscheiden sich die Anleger für eine von vier Varianten. Die welt­weit investierenden Portfolios sind mit Indexfonds bestückt und werden einmal im Jahr angepasst. test.de erklärt, wie das Angebot funk­tioniert und für wen es sich eignet.

Geld­anlage mit ETF und Indexfonds

Das Zinsportal Welt­sparen bietet unter dem Namen Weltinvest nun auch die Möglich­keit, Geld in Fonds anzu­legen. Je nach Risiko­typ können Anleger aus vier Depot­vorschlägen wählen: Die Variante Welt­invest 30 zum Beispiel enthält 30 Prozent Aktien und 70 Prozent Anleihen, zudem gibt es Depots mit 50, 70 oder 100 Prozent Aktien­anteil. Die Portfolios von Welt­invest enthalten Indexfonds, meist in Form von börsen­gehandelten ETF (Exchange Traded Funds).

Kosten und Beratung

Inklusive der üblichen Fonds­kosten zahlen Anleger pro Jahr rund 0,5 Prozent der Anlagesumme für ein Welt­invest-Depot. Beratung gibt es keine. Das unterscheidet Welt­invest von Robo-Advisern, die vor der Anla­geent­scheidung Fragen zur Ermitt­lung des Risiko­typs stellen. Bei Welt­invest entscheiden sich die Anleger direkt für eine der vier Depot­varianten.

Welt­weiter Mix aus Aktien und Anleihen

Im Depot liegen jeweils sechs Aktien- und ein Rentenfonds, die je nach Depot­typ unterschiedlich gewichtet sind.

  • Der Aktien­anteil aller Portfolios schlüsselt sich wie folgt auf: Rund 38 Prozent Nord­amerika, 20 Prozent Europa, dazu 7 Prozent japa­nische und 5 Prozent andere asiatische Aktien. Hinzu kommen 20 Prozent Schwellenländer und 10 Prozent Aktien kleinerer Unternehmen aus aller Welt (Small Caps). Zum Vergleich: Im MSCI World Index sind Aktien USA höher gewichtet, Small Caps und Schwellenländer kommen nicht vor.
  • Den Anleihen­anteil des Depots belegt ein Renten­indexfonds, der welt­weit Anleihen kauft und dessen Währungs­risiken in Euro abge­sichert sind.

ETF und Indexfonds von Vanguard

In den Portfolios liegen ETF und Indexfonds des amerikanischen Anbieters Vanguard, der erst seit kurzer Zeit in Deutsch­land aktiv ist. Auch die ETF sind noch vergleichs­weise jung, allerdings in Europa schon länger zugelassen.

Diese Fonds sind im Welt­invest-Depot

Der einzige ETF aus den Welt­invest-Portfolios, der bereits die für eine Finanztest-Bewertung erforderlichen fünf Jahre am Markt ist, ist der Vanguard FTSE Emerging Markets. Er ist ein markt­typischer Fonds und daher für die Fonds­experten von Finanztest „erste Wahl“ (die Kriterien für die Fonds­bewertung erklären wir in unserem großen Fondsvergleich).

Ebenfalls markt­typisch sind die ETF Vanguard FTSE Developed Europe und Vanguard FTSE Japan, die beide im Mai 2018 fünf Jahre alt werden. Beim Vanguard FTSE North America dauert das noch bis nächstes Jahr. Auch der Fonds Vanguard FTSE Developed Asia Pacific ex Japan ist ein für diesen Markt typischer Fonds. Er investiert in asiatische Aktien, etwa aus Australien oder Südkorea, in japa­nische Aktien allerdings nicht.

Neben den ETF gehören noch zwei nicht börsen­gehandelte Indexfonds zum Anlage­konzept: Der welt­weit in kleine Aktien­werte investierende Vanguard Small Cap Index Fund und der Rentenfonds Vanguard Global Bond Index Fund.

Jähr­liches Reba­lancing

Einmal im Jahr werden die anfäng­lichen Gewichtungen der Fonds in den Welt­invest-Portfolios wieder hergestellt (Reba­lancing). Die Mindest­anlagesumme beträgt 2 000 Euro, Zuzah­lungen sind ab 200 Euro möglich, Sparpläne derzeit noch nicht.

Fazit: Schlüssige Anlage-Idee

Die Zusammen­stellung der Fonds ist schlüssig, der Schwellenländer­anteil ist vergleichs­weise hoch. Die Kosten sind über­schaubar. Das Angebot eignet sich aus unserer Sicht für Anleger, die sich mit Fonds schon auskennen und ihre Risiko­bereitschaft einschätzen können.

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