Allem Energiesparen zum Trotz: Der Verbrauch an Öl, Gas und Kohle nimmt weltweit dramatisch zu. Die Europäische Kommission hat Prognosen für 2030 vorgelegt: Nach dem Szenario, bei dem heutige Trends fortgerechnet werden, steigt der Energieverbrauch bis dahin um fast 70 Prozent. Der energiebedingte Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) wächst sogar auf mehr als das Doppelte – bezogen auf das Vergleichsjahr 1990.

Die wichtigste Energiequelle wird weiterhin Erdöl sein, gefolgt von Kohle. Das meiste CO2 wird 2030 in China in die Atmosphäre geblasen. Doch auch der Westen legt weiter zu: Die USA werden 50 Prozent mehr, die EU 18 Prozent mehr Kohlendioxid ausstoßen als noch 1990. Damit würden die Ziele des Klimaschutzprotokolls von Kyoto weit verfehlt. Die EU-Staaten hatten darin zugesagt, schon Ende dieses Jahrzehnts acht Prozent weniger Treibhausgase als 1990 zu produzieren. Schlussfolgerung der Studie: Mit einer Abgabe auf Kohlendioxid ließe sich der Anstieg deutlich bremsen.

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