Shiatsu: Japanische Akupressurmassage

Druck auf spezielle Akupressurpunkte.

Shiatsu ist das japanische Wort für „Fingerdruck“, was dieser Massagetechnik jedoch nicht ganz gerecht wird. Mit Knien, Ellbogen, Handkanten, Unterarmen und Füßen versucht der Behandler, Einfluss auf die Lebensenergie seines Klienten zu nehmen. Anders als dieser Körpereinsatz vermuten lässt, ist Shiatsu eine sanfte Massage und wird auch als „Kunst der achtsamen Berührung“ bezeichnet.

Die Behandlung findet auf einer weichen Bodenmatte abwechselnd in Rückenlage, Bauchlage, auf der Seite oder im Sitzen statt. Ein erfahrener Shiatsu-Therapeut richtet den Behandlungsablauf immer individuell auf die momentane Konstitution seines Klienten aus. Shiatsu wird in einer meditativen Atmosphäre mit ruhigen, rhythmischen und fließenden Bewegungen ausgeführt. Im Laufe der etwa einstündigen Behandlung soll sich nach und nach die Atmung vertiefen und das Herz ruhiger schlagen – Körper und Geist entspannen. Durch diese Tiefenentspannung sinkt die Körpertemperatur etwas ab, deshalb trägt der Klient immer eine bequeme und wärmende Kleidung.

Shiatsu ist die japanische Variante der chinesischen Akupressur und hat ihre Wurzeln in der traditionellen chinesischen Heilkunde. Diese geht von der Annahme aus, dass die Lebensenergie (Ki) in zwölf Leitbahnen, den Meridianen, durch den Körper fließt. Ist der Energiefluss blockiert, leidet der Mensch unter Symptomen wie Verspannungen, Kopfschmerzen, Überreiztheit und Erschöpfung.

Zur Auflösung dieser Blockaden übt der Shiatsu-Therapeut ganz gezielt sekunden- bis minutenlang Druck auf spezielle Akupressurpunkte entlang der Meridiane aus.

Ein leichter Schmerz ist Zeichen dafür, dass der Shiatsu-Therapeut die Energieblockade punktgenau getroffen hat. Diese Druckempfindlichkeiten sollen sich jedoch schnell in Wohlgefallen auflösen, Belebung und Entspannung folgen.

Dauer: Etwa 60 Minuten.
Preis: Ab 40 Euro.

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