Wellnessgetränke Meldung

Die Modegetränke geben sich gesund und kalorienarm. Meist sind sie aber wenig natürlich und teuer.

Wasser trinken ist gesund. Wem pures Wasser aber zu langweilig ist, den mögen die schillernd beworbenen Wellnessdrinks ansprechen. Ihr Inhalt: Wasser und Zutaten mit Wohlfühlimage wie grüner Tee, Ingwer, Limette. Oft suggerieren Vitamine und Mineralstoffe noch Gesundheit. Der Absatz der Drinks steigt seit 2005 jährlich um etwa 50 Prozent. Der Markt reicht vom künstlich aromatisierten Wasser bis zum natürlichen Wasser-Frucht-Mix (halb Wasser, halb Fruchtsaft). Viele Getränke sind teuer, ein Liter kostet bis zu 2 Euro. Das sollten Sie für die Lektüre des Etiketts wissen:

Natürliche Aromastoffe: Sie müssen nicht aus Früchten stammen, sondern nur aus „natürlichen Quellen“ wie etwa Holz. Diese Aromastoffe stecken oft auch in Drinks, die Früchte ausloben. Denn für fruchtiges Aroma reichen die Minimengen an Fruchtsaft nicht immer. Zum Beispiel enthält „Bonaqa – Apfel-Birne“ nur 2,1 Prozent Saft. In „Minalance – Erdbeere Aloe Vera“ von Staatl. Fachingen stecken bloß 2,3 Prozent Saft. Und für „actiness – Apfel-Traube“ von Hirschquelle sind 5 Prozent Saft angegeben.

Zitronensäure: Sie bringt fruchtige Frische. Der Zusatzstoff ist aber eine aggressive Säure, die Zähne angreift.

Isolierte Wirkstoffe: Der Nutzen von zugesetzten Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen ist meist zweifelhaft. In hohen Dosen können Vitamin A und E auf Dauer sogar schaden (siehe Test Nahrungsergänzungsmittel für Kinder).

Süßungsmittel: Für Süße sorgen oft billige Glukose und Fruktose. Sie haben ähnlich viel Energie wie Haushaltszucker. Manches Glas (0,2 Liter) enthält bis zu 90 Kilokalorien. Kalo­rien­ärmer, aber alles andere als natürlich, sind Wässer mit Süßstoffen.

Tipp: Mixen Sie Ihren Wellnessdrink einfach selbst. Nehmen Sie ein Drittel Fruchtsaft, etwa Apfelsaft, und zwei Drittel Wasser. Das macht je Glas (0,2 Li­ter) rund 30 Kilokalorien. Natürlich, gesund und preiswert ist es allemal.

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