Behinderten : Was sind eigentlich barrierefreie Websites?

Seit 2002 regelt das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) unter anderem auch die Internet- und Intranetauftritte der Bundesbehörden. Sie müssen künftig so gestaltet sein, dass auch behinderte Menschen, etwa Blinde und Sehbehinderte, sie gut benutzen können.

Was macht eine Website behindertengerecht oder „barrierefrei“, wie es im Gesetz heißt? Wollen die rund 655 000 blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland am Computer arbeiten, brauchen sie spezielle Hilfsmittel, die Bildschirminformationen in synthetische Sprache, Blindenschrift und vergrößerte Zeichen umsetzen. Für den Zugang zum Internet sind sie außerdem auf spezielle Software angewiesen, so genannte Webreader. Doch nur wenn die Seiten auch behindertengerecht gestaltet sind, funktionieren diese Hilfsmittel optimal. So lassen sich zum Beispiel nur Grafiken und Bilder mit Titel oder Text für Blinde übersetzen. Hilfreich für Sehbehinderte ist es auch, wenn sie Schriftgröße und Farbe einer Seite verändern können. Alle Details regelt die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV). Neben den Bundesbehörden hatten sich bis Mitte Mai Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Brandenburg verpflichtet, ihre Informationstechnik barrierefrei zu gestalten. Für bereits bestehende Seiten gibt es eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2005.

Wie die Barrierefreiheit zu prüfen ist, wurde von der Stiftung Warentest und dem Gemeinschaftsprojekt „BIK – Barrierefrei informieren und kommunizieren“ ausgearbeitet. BIK informiert Anbieter von Websites im Internet kostenlos über Barrierefreiheit: www.bik-online.info.

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