Glossar

  • Administration: Steht für Verwaltung, Wartung und Betreuung von Computersystemen und Anwendungssoftware. Die Bereitstellung von Lernplattformen erfordert umfängliche Administrationsarbeiten.
  • Application Sharing: Steht für die gemeinsame Nutzung von Anwendungen. Mehrere Nutzer an verschiedenen Orten können eine Softwareanwendung gleichzeitig bedienen und so zum Beispiel ein Dokument gemeinsam erstellen, betrachten oder bearbeiten.
  • Asynchroner Unterricht: Lernart, bei der die Teilnehmer nicht gleichzeitig online auf der Lernplattform eingeloggt sein müssen. Die Lernenden greifen zeitunabhängig auf die Plattform zu, um dort Aufgaben zu bearbeiten oder auf ihren Computer zu laden, die sie dann offline erledigen.
  • Blended Learning: Lernform, bei der Präsenzunterricht mit E-Learning, also Lernen per Computer, kombiniert wird. Der in den USA geprägte Begriff fand weite Verbreitung, nachdem deutlich wurde, dass E-Learning-Angebote ohne persönlichen Unterricht vor Ort häufig nicht den gewünschten Erfolg erbringen.
  • Chat: Per Chat können die Teilnehmer eines Onlinekurses in Form geschriebener Texte direkt miteinander kommunizieren. Das englische Verb „to chat“ bedeutet plaudern. Das Chat-Programm kann in die Lernplattform oder eine Konferenzsoftware integriert sein. Der Dialog zwischen den Teilnehmern lässt sich in einem Bildschirmfenster verfolgen.
  • E-Learning: Steht für elektronisch unterstütztes Lernen. Dabei werden Lernmaterialien und Kommunikationsmöglichkeiten durch digitale Medien bereitgestellt.
  • Forum: Virtueller Ort für Diskussionen und Erfahrungsaustausch. Das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Marktplatz. Ein Internetforum hat in der Regel ein bestimmtes Thema bzw. ist nach Themen und Unterthemen in einzelne Unterforen unterteilt. Es können Diskussionsbeiträge hinterlassen werden, die Interessierte lesen und beantworten können. Die Kommunikation findet asynchron statt.
  • Headset: Kopfhörer mit Mikrofon. Wird zum Beispiel für den synchronen Unterricht im virtuellen Klassenraum benötigt.
  • Konferenzsoftware: Macht synchrones Lernen im virtuellen Klassenzimmer möglich. Umfasst beispielsweise Möglichkeiten zu Audio- und Videokonferenzen. Programme sind zum Beispiel SmileTiger, Saba Centra, iLinc, Adobe Connect, Vitero.
  • Lernplattform: Schnittstelle zwischen Lehrenden und Lernenden und den Teilnehmern untereinander. Auf der Lernplattform werden Bildungsinhalte bereitgestellt, zum Beispiel als PDF zum Herunterladen, hier findet der virtuelle Unterricht statt, hier sind Diskussionen und Erfahrungsaustausch in Chats oder Foren möglich. Hinter einer Lernplattform steckt ein ausgeklügeltes Softwaresystem, das die Bereitstellung von Lerninhalten und die Organisation verschiedener Lernszenarien möglich macht. Beispiele sind Moodle, Blackboard oder Olat.
  • Präsenzphase: Lernphase in einem Kurs, bei der sich die Teilnehmer in einem Seminarraum treffen, also physisch anwesend sind.
  • Synchroner Unterricht: Elektronisch unterstütztes Lernen in „Echtzeit“, zum Beispiel im virtuellen Klassenzimmer. Die Kursteilnehmer sind zeitgleich online auf der Lernplattform und lernen gemeinsam. In der Regel geschieht dies unter Anleitung eines Dozenten, der für alle in Bild und Ton präsent ist. Per Headset können die Teilnehmer direkt miteinander und mit dem Dozenten kommunizieren.
  • Virtueller Klassenraum (VC): Ein von einer Konferenzsoftware erzeugter virtueller Lernraum, der bei räumlicher Trennung von Lehrern und Lernern zeitgleiches (synchrones) Lernen möglich macht. Für die Teilnahme am synchronen Unterricht benötigen die Lernenden einen PC mit Internetzugang und Headset, um mit dem Dozenten und anderen Teilnehmern kommunizieren zu können. Die Lernenden folgen dem Unterricht dann live am Bildschirm. Für Blickkontakt wird manchmal auch eine Webcam eingesetzt.
  • Voice over IP (VoIP): Bezeichnet das Telefonieren über Computernetzwerke, die nach dem Internetstandard über IP-Adressen verbunden sind.
  • Webcam: Kamera, deren Bilder direkt auf eine Seite des World Wide Web übertragen werden. Wird eingesetzt, um die Kommunikation im virtuellen Klassenzimmer persönlicher zu machen. Dafür benötigen die Lernenden eine Webcam an ihrem PC. Die überträgt das Bild des Teilnehmers in den virtuellen Unterricht.
  • Webinar: Zusammengesetztes Wort aus Web und Seminar. Webinare finden „live“ oder „synchron“ statt, das heißt, es gibt eine bestimmte Anfangs- und Endzeit. Es kann in der Regel eine unbegrenzte Menge an Teilnehmern zuhören. Didaktisch ist es meist eher eine Vorlesung als ein Seminar: Man liest und hört den Vortragenden. Interaktivität ist häufig begrenzt auf Fragestellungen via Chat, seltener per Mikrofon.
  • Whiteboard: Teil des virtuellen Klassenraums, der die Funktion einer Wandtafel hat. Zwei oder mehr Personen können gleichzeitig auf der Tafel arbeiten. Dafür stehen Schreib- und Malwerkzeuge zur Verfügung.
  • Wiki: Ein Wiki ist eine Webseite, auf der die User die Inhalte nicht nur lesen, sondern auch selbst erstellen und verändern können. Wikis ermöglichen das gemeinschaftliche Arbeiten an Texten. Das bekannteste Wiki ist das Online-Lexikon Wikipedia. Der Begriff kommt aus dem hawaiianischen und bedeutet „schnell“.

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