Erneut haben sechs Kläger, die mit neuen Ausbildungen ihre Chancen im Berufsleben verbessert haben, beim Bundesfinanzhof gesiegt. Alle können ihre Ausgaben für die Weiterbildung unbegrenzt als Werbungskosten absetzen, entschieden die Richter. Der Richtungswechsel bei der steuerlichen Behandlung von Weiterbildungskosten bestätigt sich also.

Das Finanzamt wollte höchstens 1 227 Euro im Jahr von den Ausgaben der Kläger als Sonderausgaben anerkennen. Dagegen haben sich mit Erfolg gewehrt:

  • eine Altenpflegerin, die Ausbilderin für Altenpflegeschüler wurde, nachdem sie ein Studium der Sozialarbeit mit den Schwerpunkten Pflegemanagement und Altenpflege beendet hatte (Az. VI R 119/01);
  • ein Industrieelektroniker, der neben der Arbeit an einer privaten Fernhochschule seinen Diplominformatiker (FH) gemacht hat (Az. VI R 133/00);
  • ein Wirtschaftsinformatiker, der neben der Arbeit ein Aufbaustudium zum Diplombetriebswirt (FH) absolviert hat (Az. VI R 60/00);
  • ein arbeitsloser Diplombetriebswirt, der nach einer rund 15-monatigen Schulung für eine Firma als freier Immobilien- und Finanzmakler arbeiten konnte (Az. VI R 20/01);
  • eine arbeitslose Verkäuferin, die eine Umschulung zur Arzthelferin gemacht hat ( Az. VI R 42/00);
  • ein arbeitsloser Landwirt, der sich zum Dachdecker umschulen ließ (Az. VI R 121/01).

Dieser Artikel ist hilfreich. 293 Nutzer finden das hilfreich.