Weiterbildung Meldung

Eine Weiterbildung lässt sich heut­zutage meist bequem per Onlineformular buchen. Schnell sind Angaben zu Person und Zahlungs­weise gemacht und mit einem Klick abge­sendet. Der Vertrag kommt mit der Buchungs­bestätigung des Anbieters zustande, die per E-Mail oder auf dem Postweg erfolgt. Doch vor der Anmeldung sollten Kunden die Allgemeinen Geschäfts­bedingungen des Anbieters (AGB) genau prüfen, denn viele Vertrags­klauseln sind gar nicht erlaubt.

Benach­teiligende Klauseln sind nicht erlaubt

Häufig ergänzen Bildungs­institute ihre Verträge um Allgemeine Geschäfts­bedingungen (AGB). Das sind vorformulierte Vertrags­bedingungen, die meist von den gesetzlichen Rege­lungen abweichen. Das ist erlaubt, sofern der Kunde nicht zu sehr benach­teiligt wird und die Klauseln klar formuliert sind. Ist das nicht der Fall, sind die Klauseln unwirk­sam. Dann gelten auto­matisch die Regeln des Bürgerlichen Gesetz­buches (BGB), die meist kundenfreundlicher sind.

Nicht zulässig: Zahlung weit im Voraus

Doch was ist erlaubt und was nicht? Ein Beispiel: Viele Anbieter verlangen, dass der Kunde die Weiterbildung weit vor dem Beginn bezahlen soll. Das ist nicht in Ordnung, denn der Kunde trägt damit das Risiko, sein Geld zu verlieren, etwa falls der Anbieter in der Zwischen­zeit insolvent wird. Was zulässig ist: Wenn der Kunde die Rechnung ein bis zwei Wochen vor Kurs­beginn begleichen soll. Noch besser: wenn die Zahlung bis unmittel­bar vor Unterrichts­beginn erfolgen kann.

Änderungs­wünsche schriftlich bestätigen lassen

Viele Vertrags­klauseln mögen nicht rechtens und damit unwirk­sam sein. Doch kommt es nach Vertrags­schluss zum Streit mit dem Bildungs­institut, muss der Teilnehmer sein Recht unter Umständen vor Gericht durch­setzen. Besser ist es deshalb, benach­teiligende Klauseln von vorn­herein nicht zu akzeptieren und den Anbieter vor der Buchung zu bitten, sie abzu­ändern oder zu streichen. Änderungs­wünsche sollte man sich unbe­dingt schriftlich bestätigen lassen – bei Online-Buchungen am besten per E-Mail, bei Verträgen auf Papier direkt auf dem Dokument. Lässt sich das Bildungs­institut nicht darauf ein, muss jeder für sich abwägen, ob er ein gewisses Risiko eingehen möchte oder doch lieber woanders bucht.

Tipp: Ausführ­lich zum Thema informiert unser Artikel „Worauf Sie bei der Kurs­buchung achten sollten“ im Weiterbildungsguide, einem kostenlosen Online-Angebot der Stiftung Warentest. Neben sechs Tipps rund um die Buchung listen wir acht häufig verwendete Vertrags­klauseln in einer Check­liste auf und zeigen, was erlaubt ist und was nicht.

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