Präsenzunterricht kennt jeder aus der Schule. Schüler und Lehrer treffen an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit zusammen, um miteinander zu lernen. Präsenzlernen ist nach wie vor die klassische Form der Wissensvermittlung. Daneben haben sich aber weitere Lernformen etabliert: Fernunterricht und in der jüngeren Vergangenheit E-Learning. Jede Lernform hat ihre Vor- und Nachteile und nicht jede eignet sich für jeden. Die Stiftung Warentest hat deshalb vier Leitfäden entwickelt, die die wichtigsten Fragen zum Thema Lernformen beantworten.

Das Wissen, das man in der Schule, der Universität oder Ausbildung erwirbt, reicht heute nicht mehr aus für ein ganzes Berufsleben. Glaubt man dem US-Soziologen Richard Sennett, stehen Studenten in ihrer Karriere vor elf Jobwechseln und dem dreimaligen Komplettaustausch ihrer Wissensbasis. Aus diesen Einsichten entstand auch die Forderung vieler Bildungsexperten nach lebenslangem Lernen.

Lernen nach Bedarf

Wer heute beruflich vorankommen möchte, muss selbst die Initiative ergreifen und Verantwortung für seinen Wissensstand übernehmen. Je nach Bedarf muss man sich also die nötigen Kenntnisse aneignen, um einen guten Job zu bekommen und auch zu behalten. „Learning on demand“ heißt das auf Neudeutsch, Lernen nach Bedarf also.

Nach wie vor ist Präsenzunterricht die Form des Lernens, mit der die meisten Menschen Wissen erwerben. Er findet zu festen Zeiten an bestimmten Orten statt. Für beruflich oder familiär stark beanspruchte Lernwillige kommt er jedoch deshalb oft nicht in Frage.

Wer zeitlich und räumlich flexibler sein und das Lernen stärker selbst organisieren möchte, kann auf Fernunterricht oder E-Learning ausweichen. Auch hier stellen Bildungsinstitute das Lehrmaterial zur Verfügung. Gelernt wird aber weitgehend, wann und wo es dem Lernenden am besten passt: Zuhause am Schreibtisch oder Computer, eventuell auch im Betrieb.

Infos im Paket

Was die einzelnen Lernformen genau voneinander unterscheidet, erklären wir in einem Paket aus vier Leitfäden. Der erste Leitfaden „Kompakt Lernformen“ gibt zunächst einen Überblick über die verschiedenen Formen des Lernens. Darauf folgen die Leitfäden „Kompakt Präsenzveranstaltungen“, „Kompakt Fernunterricht“ und „Kompakt E-Learning“. Lesen Sie, welche Lernform am besten zu Ihnen passt, wo und wie Sie Angebote finden, wie Sie gute von schlechten Kursen unterscheiden können und ob Sie Aussichten auf Fördergelder haben. Die vier Leitfäden können Sie kostenlos unter www.weiterbildungstests.de unter der Rubrik „Infodokumente“ herunterladen.

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