Arbeitslose, die sich für eine Weiterbildung interessieren, werden von den Anbietern dieser Kurse meistens schlecht beraten. Kritikwürdig ist vor allem, dass den Mitarbeitern die Kompetenz im Berufsfeld fehlt, die Beratung unter Zeitdruck und in engen Räumen stattfindet, Auskünfte zu Kursinhalten dürftig sind oder die Berater selbst so viel reden, dass der Ratsuchende kaum eigene Fragen loswird. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift test in ihrer Juni-Ausgabe, in der sie Qualitätsurteile für 15 Bildungsanbieter vergibt. Schlecht waren auch die Auskünfte zu den Berufschancen nach der Weiterbildung. Nur bei der Hälfte der insgesamt 72 Beratungsgespräche gab es dazu Informationen – und das erst nachdem die Interessenten partout nicht lockerließen.

Die Tester hatten sich für eine langfristige Weiterbildung in den Bereichen neue Medien und Facility-, Immobilien- und Gebäudemanagement interessiert, die vom Arbeitsamt nach Sozialgesetzbuch (SGB) III gefördert wird. Von den acht untersuchten Anbietern bei den neuen Medien erreichten sechs das Qualitätsurteil „befriedigend“, einer ein „Ausreichend“ und einer ein „Mangelhaft“. Der Anbieter Wildner verfehlte das „Gut“ allerdings nur knapp.

Im Bereich Facility-, Immobilien- und Gebäudemanagement erreichte gtw Weiter­bildung ein „Gut“, fünf ­Anbieter ein „Befriedigend“ und einer ein „Mangelhaft“.

Tipp: Wenn Sie sich beraten lassen, sollten Sie folgende sieben Fragen klären: die einzelnen Lehrinhalte der Weiterbildung, ob und wann ein Praktikum vorgesehen ist, welche Tätigkeiten nach der Weiterbildung in­frage kommen, welche Chancen sich ­dadurch in der Region und darüber ­hinaus ergeben, welche Qualifikation die Dozenten haben, wie viele Teilnehmer der Kurs hat und ob die Weiterbildung mit einem Zertifikat abgeschlossen wird.

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