Weiterbildung Meldung

Richter setzen günstige Reisekostenregelung durch.

Das Finanzamt muss Autofahrten zur Weiterbildung auch dann voll anerkennen, wenn Arbeitnehmer neben ihrer Arbeit nochmal vier Jahre lang die Schulbank drücken. Das hat der Bundesfinanzhof in München entschieden (Az. VI R 66/05).

Der Kläger kann nach dem Urteil für jeden mit dem Auto gefahrenen Kilometer 30 Cent ansetzen. Oder er rechnet seinen eigenen Kilometersatz ab, wenn das günstiger ist. Für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zählen die Fahrscheinkosten.

Weil die Weiterbildung des technischen Angestellten zum Werkzeugkonstrukteur insgesamt vier Jahre dauerte, hatte das Finanzamt die Ausbildungseinrichtung als zweite regelmäßige Arbeitsstätte eingestuft. Der Mann besuchte sie Dienstag und Freitag nach Feierabend von 17.30 bis 21.00 Uhr und Samstag von 8.30 bis 15.15 Uhr.

Für die Finanzbeamten war er jedes Mal auf dem Weg zur Arbeit. Sie wollten deshalb nur die einfache Entfernung anerkennen. Für 78 Kilometer Hin- und Rückfahrt waren das im Jahr 2003 jeweils nur 15,20 Euro statt 23,40 Euro. Heute müsste der Angestellte mit 5,70 Euro pro Fahrt zufrieden sein, weil die Kilometerpauschale niedriger ist und die ersten 20 Kilometer unter den Tisch fallen.

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