Vier Modelle

Drohende Arbeitslosigkeit: Chancen verbessern

Kommunen sind erste Adresse.

Modell. Die Ratsuchenden unseres Mo­dells „Bedrohung durch Arbeitslosigkeit“ sor­­gen sich um ihre beruflichen Perspek­ti­ven: Das Spektrum reicht vom Studienab­bre­cher ohne festes Tätigkeitsprofil bis zu Angestellten, die sich Sorgen darum ma­chen, dass ihre Qualifikation bald nicht mehr ausreichen könnte. Sie alle wollen eine vollwertige Tätigkeit und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt langfristig sichern.

Vorschlag. Die Stellen auf kommunaler Ebene bieten die besten Beratungen für unsere Ratsuchenden an. Allerdings sollten sie in finanziellen Fragen auch den Rat der zuständigen Arbeitsagentur einholen. Auch die Beratung bei den Kammern kann eine sinnvolle Ergänzung sein; das hängt vom erlernten oder angestrebten Beruf ab.

Wiedereinsteigerinnen: Frauen helfen Frauen

Frauenberatungsstellen beraten richtig gut.

Modell. Seit der Geburt ihrer Kinder vor einigen Jahren haben sich unsere ratsuchenden Testerinnen um Erziehung und Haushalt ge­kümmert. Nun möchten sie wieder arbeiten gehen, wissen aber noch nicht, was für sie infrage kommt. Deshalb wollen sie sich zunächst auf dem Arbeitsmarkt orientieren und über geeignete Weiterbildungsangebote informieren.

Vorschlag. Die eigens für Frauen eingerichteten Beratungsstellen sind tatsächlich die besten Adressen für Wiedereinsteige­­r­innen – und das mit großem Abstand. Doch es gibt einen Haken: Frauenberatungsstellen sind regional sehr ungleich verteilt, in einigen Bundesländern gibt es überhaupt keine. Wer keine solche Stelle besuchen kann oder finanzielle Fragen (insbesondere zum Bildungsgutschein) zu klären hat, sollte das Beratungsangebot der Arbeitsagenturen in Anspruch nehmen. Die Agenturen haben meist Beraterinnen, die für die Zielgruppe der Wiedereinsteigerinnen zuständig sind. Versuchen Sie, den Rat einer solchen Expertin in Anspruch zu nehmen.

Arbeitslose: Erst die eigenen Ansprüche klären

Weiterbildung Test

Alternative: Kommunale Stellen.

Modell. Unsere Ratsuchenden haben keinen Job und kommen aus un­terschied­lichen Berufen. Es sind Personen ohne beruflichen Abschluss dabei, aber auch Universitätsabsolventen. Allen gemeinsam ist ein Ziel: Sie wollen mithilfe eines Weiterbildungskurses zurück in Lohn und Brot.

Vorschlag. Beim Wiedereinstieg nach der Arbeitslosigkeit ist zunächst ein Besuch bei einer Arbeitsagentur un­erlässlich: Dort können Arbeitslose die eigenen Leistungs- und Förderungsan­sprü­che sowie -möglichkeiten klären. Mit ihren Kennt­nissen zu Wei­ter­bildungs­mög­lichkeiten und gefragten Qualifikationen in der Region sind auch die Beratungsstellen auf kommunaler Ebene eine lohnenswerte Anlaufstelle.

Aufsteiger: Zweigleisig planen

Wer Karriere machen will, sollte zuerst zur Kammer gehen.

Modell. Nach ihrer Ausbildung und einigen Jahren im Beruf haben unsere Ratsuchenden ein Studium abgeschlossen. Nun arbeiten sie allerdings in einem Bereich, in dem sie sich unterfordert fühlen. Sie streben eine anspruchsvollere Tätigkeit an, die auch Karrierechancen birgt. Die Ratsuchenden möchten wissen, welche Weiterbildungsmöglichkeiten zu diesem Zweck für sie infrage kommen.

Vorschlag. Je nach beruflicher Ausrichtung sind die Industrie- und Handelskammern oder die Handwerkskammern die besten Anlaufstellen. Die Berater in den Kammern wissen in der Regel gut über die jeweilige regionale Arbeitsmarktsituation Bescheid. Allerdings empfehlen sie häufig nur eigene Weiterbildungsangebote. Für aufstiegsorientierte Arbeitnehmer bietet sich außerdem an, ihre Weiterbildungspläne mit ihrem Chef zu besprechen. Dann ist die Chance größer, dass sie ihre neu erworbenen Kompetenzen im Unternehmen auch Gewinn bringend einsetzen können.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1700 Nutzer finden das hilfreich.