Weinblätter Achtung, Pestizide

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Weinblätter - Achtung, Pestizide

Weinblätter sind in der orientalischen Küche beliebt. Auch Bundesbürger verspeisen die meist mit Reis oder Hackfleisch gefüllten Röllchen gern. Doch es gibt ein Problem: Im Weinbau wird viel gespritzt, um Rebstöcke vor Insekten und Pilzen zu schützen. Weinblätter sind darum häufig mit Rückständen von Pestiziden belastet. Bereits vor acht Jahren wies die Stiftung Warentest darauf hin („Weinblätter“ aus test 03/2004). Zahlen des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts Stuttgart (CVUA) zeigen nun: Verbessert hat sich nichts. Jede der neun untersuchten Proben aus der Türkei überschritt gesetzliche Höchstmengen für Pestizide. Die Weinblätter – vakuumverpackt oder in Gläsern eingelegt in Salzlake – dürften nicht verkauft werden. Hinzu kommt: In jeder Probe fand das CVUA mehrere Pestizidwirkstoffe, in einer sogar 22. Wie diese Mehrfachrückstände beim Menschen wirken, ist ungewiss. Als Alternative sollte man zu Bioware greifen.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 06.08.2012 um 13:31 Uhr
Bioware & Schadstoffe

@akapuma: In unserem letzten großen Report zur "Qualität von Biolebensmitteln" - siehe www.test.de/Qualitaet-von-Biolebensmitteln-Die-Bilanz-aus-85-Tests-4097977-4097989/ - haben wir festgestellt, dass in 75 Prozent der von uns geprüften Bioprodukte seit 2002 gar keine Pestizide nachweisbar waren. So sauber waren nur 16 Prozent der konventionellen Ware.

akapuma am 10.07.2012 um 22:49 Uhr
Bioware als Alternative?

Sie schreiben, als Alternative zu pestizidhaltigen Weinblättern sollte man zu Bioware greifen. Haben Sie Bio-Weinblätter auf Pestizide geprüft, und nichts gefunden, oder wie kommen Sie darauf, daß Bioware besser ist? Gerade in Ihren eigenen Tests (z.B. Sonnenmilch ein paar Seiten weiter) sieht man doch, daß Bioware oft eher die letzten Plätze belegt.
Gruß
akapuma