Weinblätter Meldung

Weinblätter sind in der orientalischen Küche beliebt. Auch Bundesbürger verspeisen die meist mit Reis oder Hackfleisch gefüllten Röllchen gern. Doch es gibt ein Problem: Im Weinbau wird viel gespritzt, um Rebstöcke vor Insekten und Pilzen zu schützen. Weinblätter sind darum häufig mit Rückständen von Pestiziden belastet. Bereits vor acht Jahren wies die Stiftung Warentest darauf hin ( „Weinblätter“ aus test 03/2004). Zahlen des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts Stuttgart (CVUA) zeigen nun: Verbessert hat sich nichts. Jede der neun untersuchten Proben aus der Türkei überschritt gesetzliche Höchstmengen für Pestizide. Die Weinblätter – vakuumverpackt oder in Gläsern eingelegt in Salzlake – dürften nicht verkauft werden. Hinzu kommt: In jeder Probe fand das CVUA mehrere Pestizidwirkstoffe, in einer sogar 22. Wie diese Mehrfachrückstände beim Menschen wirken, ist ungewiss. Als Alternative sollte man zu Bioware greifen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 92 Nutzer finden das hilfreich.