Wer ein Weihnachtsgeschenk umtauschen will, hat darauf keinen gesetzlichen Anspruch. Nur wenn beim Kauf die Rücknahme zugesichert wurde, hat der Kunde ein Recht darauf ­ sonst ist der Umtausch eine Kulanz des Händlers, der meist die Vorlage des Kassenzettels verlangt. Unterwäsche, Badehosen, geöffnete CDs nehmen die Händler oft nicht zurück. Anders ist das, wenn die Ware Fehler hat: Dann kann man sie innerhalb der sechsmonatigen Gewährleistung umtauschen, auch bei geöffneter Verpackung. Die Firma darf sich im Kleingedruckten ein bis zwei Reparaturversuche vorbehalten. Sind die fehlgeschlagen, kann der Kunde den Kauf rückgängig machen, sprich: sein Geld zurückverlangen. Einen Warengutschein, mit dem viele Geschäfte ihn vertrösten wollen, muss er nicht akzeptieren. Nachbesserung und Umtausch dürfen nichts kosten. Gewährt der Händler jedoch eine längere Garantiezeit, kann er in den Garantiebedingungen festlegen, dass der Kunde die Versandkosten aus eigener Tasche zahlt.

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