Weihnachtsgenüsse Meldung

Weihnachtsbrauch bei den Testern: Jedes Jahr unter­suchen sie Spezia­litäten für die Fest­tage. Aktuell empfiehlt test euro­päische Rot­weine für besondere Gericht wie Gänse­braten. Auch Ergebnisse aus anderen Tests können helfen, die besten Lebens­mittel für die Festtags­menüs auszuwählen. Hier erfahren Sie mehr über Sekt, Cham­pagner, Räucher­lachs, Rot­kohl, Kartoffel­klöße, Wiener Würstchen, Kartoffel­salate und Leb­kuchen.

Rotwein: Vor allem Spanier über­zeugen

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Ein besonderes Essen verdient einen besonderen Wein: Zum Fest 2011 hat test deshalb 24 trockene, markt­bedeutende Rotweine aus den wichtigen europäischen Anbauländern Spanien, Italien, Frank­reich und Deutsch­land untersucht. Das Preissegment: 5 bis 12,90 Euro pro Flasche. Vor allem die vier spanischen Weine über­zeugten Nase und Gaumen und waren oben­drein noch vergleichs­weise preisgünstig. Die geschmack­lich besten Weine aus Italien und Frank­reich kosteten meist mehr. Sensorisch noch gut waren auch drei Rotweine aus Deutsch­land. Die Tester geben auch Tipps, welche Weine sich am besten mit Gans, Rehbraten und Schokolade kombinieren lassen. Übrigens: „Zu Fisch nur Weiß­wein“ – diese Regel gilt als über­holt. Heute schenken Sommeliers zum Kräuter­fisch schon mal einen leichten, fruchtigen Roten ein. Lesen Sie mehr über Rotwein im Test.

Sekt und Champagner: Sekt aus Flaschengärung bietet viel

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Es muss nicht immer Schampus sein: Auch mit Sekten aus traditioneller Flaschengärung lässt sich niveau­voll und dazu preis­werter anstoßen. Ihre Herstellung läuft aufwendig in ein und derselben Flasche ab und nicht in Tanks wie beim herkömm­lichen Sekt. Die Stiftung Warentest hat Ende 2010 insgesamt 15 Champagner, darunter Traditions- und Discountermarken, und 7 Sekte aus traditioneller Flaschengärung bewertet. Das Ergebnis: Die besten Sekte aus traditioneller Flaschengärung gibt es schon ab 14 Euro pro Flasche. Sensorisch können sie es mit einem Top-Champagner aufnehmen, von denen eine Flasche mindestens 26 Euro kostet. Hoch­wertige Champagner warten oft mit Reifenoten auf, die an das süßliche Hefege­bäck Brioche erinnern. Sie können Einsteiger abschre­cken. Wie gut sind die preis­werten Champagner von Discountern und Supermärkten, die es schon ab 11,50 Euro gibt? Viele Weinkenner halten wenig von diesen Handels­marken – zu erkennen am Kürzel MA (für Marque d´Acheteuer). Im Test schnitten sie in der Blind­verkostung aber recht gut ab. Egal, ob Handels- oder Traditions­marke – alle Champagner stammten aus der Champagne. So ist es für die edlen Tropfen auch vorgeschrieben. Lesen Sie mehr über Sekt und Champager im aktualisierten Test.

Räucherlachs: Zucht- und Wildlachs ähnlich gut

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Ob als Vorspeise oder zum fest­lichen Frühstück – geräucherter Lachs bringt Noblesse auf den Tisch. Doch dieser Fisch ist sensibel, weil er bei der Verarbeitung nicht erhitzt wird. Zum Konservieren reiben die Hersteller den rohen, filetierten Fisch zunächst mit Salz ein und injizieren ihm dann eine Salzlösung. Anschließend räuchern sie ihn kalt, also bei 24 bis 27 Grad. test hat Ende 2009 insgesamt 18 Räucherlachs-Produkte untersucht, darunter 14 mal Zucht­lachs, 4 mal Wild- und 4 mal Biolachs. Das Ergebnis: Der teuerste, lose verkaufte Lachs war stark keimbelastet und daher mangelhaft. Oben­drein war er nicht der ausgelobte wilde Lachs. Seine Fleisch­farbe verriet, dass er nie in Freiheit schwamm. Die Tester fanden generell keine Belege, dass wilder Lachs dem gezüchteten geschmack­lich über­legen ist. Ein Groß­teil des Lachses kommt heute aus Zucht­anlagen, auch Aquakultur genannt, weil Über­fischung und verbaute Gewässer die wilden Bestände bedrohen. Lesen Sie mehr über Räucherlachs im Test.

Kartoffel­klöße: Kloß­teige fast so gut wie selbst gemacht

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Rehrü­cken, Weihnachts­gans, Rouladen, Pilzragout – viele klassische Haupt­gerichte für die Fest­tage ergeben köstliche Soßen. Der Kartoffel­kloß – in vielen Regionen auch Knödel genannt – empfiehlt sichals idealer Partner: Er schmeckt eher zurück­haltend und bringt kräftige Soßen so erst zur Geltung. Leider ist es recht mühsam, die Klöße selbst zu machen. Kein Wunder also, dass Kartoffel­kloß­produkte so beliebt sind. Die Stiftung Warentest hat sie 2010 getestet. Unter den 31 Produkten waren Pulver zum Anrühren, Kochbeutelklöße, gekühlte Kloß­teige, tiefgekühlte Knödel und ungekühlte Miniknödel. Das Ergebnis: Nur zehn Produkte waren gut, 7 befriedigend und 14 ausreichend. Unter allen Gruppen schnitten die gekühlten Kloß­teige am besten ab. Aus vielen ließen sich Klöße zubereiten, die an das hausgemachte Original zumindest heran­reichten. Dagegen über­zeugte fast kein Kloß­pulver. Lesen Sie mehr über den Kartoffelklöße im Test.

Rotkohl: Der beste ist tiefgekühlt

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Warm, würzig, winterlich – rund um Weih­nachten verströmt Rotkohl eine wohlige Stimmung, vor allem in Kombination mit Nelken und Lorbeer. Immer weniger Menschen bereiten das typisch deutsche Wintergemüse selbst zu. Der Handel bietet längt Fertigvarianten: Rotkohl aus dem Glas, dem Beutel oder tiefgekühlt. Die Stiftung Warentest hat 2009 insgesamt 25 Rotkohl­produkte getestet, darunter 13 mal Apfelrotkohl. Tief­gefrorener Apfel-Rotkohl über­zeugte dabei mehr als Rotkohl oder Apfelrotkohl aus dem Glas oder aus dem Beutel. Die meisten Produkte waren in Aussehen, Geruch, Geschmack und Konsistenz aber nur durch­schnitt­lich. Unterschiede gibt es normaler­weise beim Vitamin-C-Gehalt: Tiefkühlrotkohl, der rasch nach der Ernte einge­froren wird, liefert mit durch­schnitt­lich 23 Miligarmm pro 100 Gramm fast dreimal so viel an Vitamin C wie der meiste Rotkohl in Gläsern oder Beuteln. Lesen Sie mehr über Rotkohl im Test.

Wiener Würst­chen: Aus dem Glas am besten

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Wenn an Heilig­abend Weihnachts­mann und Christkind die Geschenke verteilen, bringen Kinder kaum einen Bissen vom Abend­essen herunter. Vor allem Familien mit kleinen Kinder servieren daher ganz pragmatisch Wiener Würst­chen. Die Stiftung Warentest hat 2009 insgesamt 20 Marken Wiener Würst­chen getestet. Das Ergebnis: Weniger als die Hälfte war gut, zwei sogar mangelhaft. Die besten Wiener im Test kamen aus dem Glas. Wiener Würst­chen bestehen aus Schweine­fleisch, oft kommt noch Speck hinzu und seltener auch Rind­fleisch. Geflügel-Wiener müssen über­wiegend Geflügel­fleisch enthalten. Die schlanke Form und den knackigen Biss verdanken Wiener Würst­chen ihrer Hülle, traditionell ein Schafdarm (Saitling). Die Wiener erfand ein Metzger aus Frank­furt 1805 in Wien, wo sie seither Frank­furter heißen. Lesen Sie mehr über Wiener Würstchen im Test.

Kartoffel­salate: Jeder zweite gut

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Ein Kartoffel­salat ist und bleibt eine deftige Angelegenheit – ob aus Pell­kartoffeln oder nach Omas Rezeptur zubereitet, ob als fett­arm oder Bio ausgelobt. test hat 2009 im 22 abge­packte Kartoffel­salate untersucht. Das Ergebnis: Viele konnten sich sehen und schme­cken lassen. Jeder zweite bekam das Qualitäts­urteil gut. Die süddeutsche Variante, die mit Essig und Öl auskommt, konnte in Sachen Kalorien- und Fett­gehalt punkten. Die nord­deutsche Variante – zubereitet mit Majonäse oder Salat­creme – war im Vergleich deutlich kalorienhaltiger. Selbst sogenannte Light-Salate hatten es in sich. Lesen Sie mehr über Kartoffelsalate im Test.

Lebkuchen: Viel Gute ohne Oblate

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Weih­nachten ohne Lebkuchen ist für die meisten Bundes­bürger undenk­bar. Das Traditions­gebäck kommt in allerlei Varianten daher: rund, eckig, hell oder dunkel glasiert. Anis, Muskat, Nelken, Kardamom – die Gewürze im Teig sorgen für ein besonderes Aroma, manche sagen ihnen sogar einen stimmungs­aufhellenden Effekt nach. Nürn­berger und Elisen werben mit jahr­hundertealten Rezepturen. Die Elisen sind dabei die Luxus­variante, weil sie am meisten Mandeln, Hasel- und/ oder Walnüsse enthalten müssen – mindestens 25 Prozent. Die Stiftung Warentest hat 2010 insgesamt 21 ungefüllte Lebkuchen mit Schokolade untersucht, darunter Schoko­laden­lebkuchen ohne Oblate, Nürn­berger und Elisen-Lebkuchen. Das Ergebnis: Es gibt viele gute Schokolebkuchen, auch für wenig Geld. Sehr gut in Aussehen, Geschmack und Mund­gefühl waren aber nur zwei Elisen-Lebkuchen. Sie waren die teuersten im Test und leider nicht optimal verpackt. Lesen Sie mehr über Lebkuchen im Test.

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