Weihnachts­gebäck So haben Sie möglichst lange was davon

Weihnachts­gebäck - So haben Sie möglichst lange was davon
Vorräte. Die Zeit, in der Advents­gebäck am besten schmeckt, ist kurz. Oft bleibt viel übrig. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Vor Jahr­zehnten waren Schoko-Nikoläuse und Weihnachts­kekse rar und kost­bar, heute gibt es sie im Über­fluss. Wir schaffen es oft nicht, alles in der kurzen Saison zu essen. Hier haben wir ein paar Tipps zusammen­gestellt, wie Sie leckere Plätz­chen, Stollen und Co frisch halten und Reste sinn­voll verwerten – damit Sie möglichst wenig wegwerfen müssen.

Halt­bar machen, Abfall vermeiden

Eine neue Studie des Thünen-Instituts zeigt: Im Schnitt wirft jeder Bundes­bürger pro Jahr 75 Kilo Lebens­mittel weg. 52 Prozent davon gehen auf das Konto privater Haushalte, 18 Prozent verantworten Verarbeitungs­betriebe, 14 Prozent Gastronomen, 12 Prozent die Land­wirt­schaft und 4 Prozent der Handel. Etwa die Hälfte dieses Abfalls ließe sich vermeiden.

Tipps zum Gegen­steuern im Advent

  • Plätz­chen nach Sorten lagern. Sie halten sich am besten in Dosen, nach Sorten getrennt und bei Raum­temperatur: Zimt­sterne mindestens einen Monat, Kipferl und Heidesand drei Wochen, Florentiner eine Woche. Plätz­chen lassen sich auch einfrieren, im Kühl­schrank aber werden sie altba­cken.
  • Stollen in ein Tuch wickeln. Die Spezialität trocknet nicht so leicht aus, wenn man sie in ein Leinentuch wickelt und in eine Dose legt. Stollen sollte – wie Lebkuchen, Honigkuchen und Früchtebrot – kellerkühl lagern.
  • Verunglücktes retten. Was miss­raten erscheint, kann unwiderstehlich werden – wie zerbrochener Biskuit als Tiramisu oder als Auflauf „Scheiterhaufen“. Trockenes Gebäck wird saftig, indem man mit einem Stäbchen Löcher hinein­bohrt und Likör, kalten Kaffee oder Saft einträufelt. Angebrannte Stellen wegschneiden, mit Schlagsahne auffüllen.
  • Reste verwerten. Nicht vernaschte Nikoläuse lassen sich in Schokokuchen einschmelzen, Nuss­reste rösten und in Salate, Nudeln und Aufläufe streuen.
  • Abge­laufene Zutaten nutzen. Das Mindest­halt­barkeits­datum ist kein Verfalls­datum. Trockene Back­zutaten wie Back­pulver, Gewürze, Zucker halten sich oft noch Jahre. Abge­laufene Nüsse, Schokolade, Orangeat sollten Backende aber vorm Einsatz probieren.

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