Weihnachts­braten Mit gutem Gewissen genießen

Weihnachts­braten - Mit gutem Gewissen genießen
Fetter Braten. Wild­schwein ist nach­haltiger als Rind­fleisch – wenn es aus freier Wildbahn stammt. © Adobe Stock / HLPhoto

Wer beim Zubereiten des Fest­tags­bratens auch das Tier­wohl berück­sichtigen und die Klima­bilanz auf dem Teller verbessern möchte, dem helfen unsere Tipps für den Einkauf.

Wild statt Rind

Fleisch­konsum treibt die Klimakrise an. Das gilt besonders für Rind, Lamm und Wild aus Gatterhaltung, sagt das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg. Ausnahme: heimisches Wild­schwein. Die unter den Tieren grassierende afrikanische Schweinepest stellt laut Bundes­institut für Risiko­bewertung keine Gefahr für Menschen dar, weder durch Kontakt mit kranken Tieren noch durch Verzehr.

Tipp: Die besten Rezepte für professionell zubereitete Fleisch-Gerichte zeigt unser Koch-Ratgeber Perfektion Fleisch.

Auf die Haltung achten

Weihnachts­braten - Mit gutem Gewissen genießen
© EU

Wer kein Wild mag: Fleisch vom Schwein oder Huhn verursacht weniger Emissionen als Rind. Wem das Wohl der Tiere wichtig ist, sollte Fleisch aus artgerechter Tierhaltung kaufen. Das garan­tieren Biosiegel – etwa das der EU (siehe links) oder die Siegel verschiedener Bio-Anbau­verbände. Neuland-Fleisch ist nicht biozertifiziert, das Label steht aber auch für artgerechte Haltung.

Tipp: Für Supermarkt-Fleisch zeigen unsere Tests der Produktions­bedingungen: Nur Fleisch der Haltungs­formen 3 und 4 garan­tiert, dass die Tiere Zugang zu Frisch­luft oder Auslauf hatten. Auf unserer Themenseite Unternehmensverantwortung, Nachhaltigkeit, CSR und in unserem Special Tierwohl-Label erläutern wir Hintergründe.

Regionales kaufen

Biofleisch im Supermarkt hat teils lange Wege hinter sich. Die Herkunfts­angaben auf den Verpackungen sind allerdings oft ungenau. Hilf­reiche Links zu Verkaufs­stätten mit regional erzeugten Produkten gibts unter nachhaltiger-warenkorb.de, marktschwaermer.de, einkaufen-auf-dem-Bauernhof.com. Da lassen sich mit Glück auch Gans oder Ente aus nach­haltiger Zucht finden.

Tipp: Weitere Tipps zum klima­schonenden Genuss finden Sie in unserem Special Klimafreundlich essen.

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