Wehr- und Zivildienstleistende Meldung

Der Dienst für den Staat soll nicht zulasten der Vorsorge gehen. Der Bund bezahlt die ­Beiträge für private Versicherungen.

Für Wehr- und Zivildienstleistende übernimmt der Bund auf Antrag während ihrer Dienstzeit Beiträge für Altersvorsorgeverträge, auch für Riester- und Rürup-Verträge. Bezahlt wird der Durchschnittsbeitrag seit Vertragsbeginn.

Um die Hilfe zu bekommen, müssen Wehr- und Zivildienstleistende die Beiträge ein Jahr vor Dienstbeginn selbst bezahlt haben. Die Verträge müssen mindestens bis zum 60. Geburtstag laufen, was meist der Fall ist.

Anträge auf die Beitragsübernahme liegen dem Einberufungsbefehl bei. Wehrpflichtige schicken sie an das Kreiswehrersatzamt, Zivildienstleistende an das Bundesamt für den Zivildienst. Die Frist endet ein Jahr nach Dienstende.

Auch Beiträge für Unfallversicherungen und Versicherungen gegen Vermögensnachteile wie Hausrat- oder Rechtsschutzversicherungen übernimmt der Bund. Mehr als 6 Prozent des vorherigen Nettoeinkommens des Rekruten oder Zivis dürfen die Beiträge aber nicht ausmachen. Die Verträge müssen vor Dienstantritt sechs Monate alt sein. Anträge gelten noch bis drei Monate nach Dienstende.

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