Wegerecht Meldung

Ein Grund­stücks­eigentümer hat kein Recht, bis zu seinem Haus mit dem Auto über das Grund­stück des Nach­barn zu fahren – auch dann nicht, wenn die Zufahrt auf einem anderen Weg nicht möglich ist. Das hat der Bundes­gerichts­hof entschieden (Az. V ZR 278/12).

Eigentümer können zwar ein „Notwegerecht“ geltend machen, wenn sie ihr Grund­stück mit dem Pkw sonst nicht erreichen können und sie dem Nach­barn eine Nutzungs­entschädigung zahlen. Das gilt aber nur bis zur Grundstücks­grenze, stellten die Richter klar.

In dem Fall vor dem Bundes­gerichts­hof konnte der Eigentümer mit dem Auto bis an sein Grund­stück heran­fahren und von dort über einen steilen, etwa 50 Meter langen Fußweg zu seinem Haus laufen. Das sei zumut­bar, meinten die Richter. Der Nach­bar müsse nicht die Fahrt zum Haus über sein Grund­stück dulden.

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