Weg zur Arbeit Meldung

Wer bei Eis und Schnee auf dem Weg zur Arbeit einen Unfall baut, kann die Kosten von der Steuer absetzen.

Beruflich. Das Finanzamt muss Unfallkosten anerkennen, wenn es um eine berufliche Fahrt ging, also zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit oder von der Arbeit zurück nachhause oder bei einem beruflich bedingten Umzug. Das gilt auch für Fahrten von Arbeitnehmern mit wechselnden Einsatzstellen. Alternative ist, dass nicht der Arbeitnehmer selbst die Kosten trägt, sondern die Firma. Sie kann das in voller Höhe steuerfrei übernehmen.

Umweg. Als beruflich veranlasst gilt aber nur der direkte Weg von und zur Arbeit, nicht also Umwege, zum Beispiel um Kinder zur Schule zu bringen oder im Supermarkt einzukaufen.

Achtung. Aufgrund der damaligen Neuregelung der Pendlerpauschale konnten in den Jahren 2007 und 2008 Unfälle auf der Fahrt zwischen Wohnung und Arbeit nicht zusätzlich zur Entfernungspauschale abgesetzt werden. Im Jahr 2009 wurde die alte Regelung jedoch wieder eingeführt. Wem nun in dieser Zeit – 2007 oder 2008 – Unfallkosten entstanden sind, der sollte nachträglich einen Antrag beim Finanzamt auf steuerliche Anerkennung stellen, auch wenn der Steuerbescheid schon rechtskräftig ist.

Abzugsfähig. Anerkannt werden die eigenen Reparaturkosten sowie der Schadenersatz, der an den Unfallgegner gezahlt wurde. Das gilt auch, wenn der Betroffene die Kosten aus eigener Tasche getragen hat, um seinen Schadenfreiheitsrabatt zu retten. Springt hingegen die Versicherung ein, ist nur die Selbstbeteiligung absetzbar. Zu den steuerlich relevanten Ausgaben zählen Reparaturen, Abschleppkosten, Anwalts-, Gutachter- und Gerichtsgebühren – nicht aber Verwarnungsgelder und Buß­gelder. Auch Schäden an der eigenen Garage oder am Gartenzaun sind absetzbar, ebenso zerstörte Arbeitsmittel wie Aktentasche oder Notebook.

Übrigens. Nicht nur Autofahrer können Unfallkosten absetzen, sondern auch Radfahrer und Fußgänger.

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