Weg zur Arbeit Meldung

Arbeitnehmer können für die Entfernung von der Wohnung zur Firma täglich pauschal 30 Cent pro Kilometer als Werbungskosten abrechnen. Doch an Arbeitstagen, an denen sie für öffentliche Verkehrsmittel mehr ausgeben, muss das Finanzamt stattdessen die Fahrscheinkosten anerkennen. Das hat ein Kläger beim ­Bundesfinanzhof in München erreicht (Az. VI R 40/04).

Durch das Urteil klingelt bei vielen Geld in der Kasse. So zum Beispiel für einen Arbeitnehmer, der an 100 Arbeitstagen mit dem Auto von der Wohnung 20 Kilometer zum Arbeitsplatz fährt. Dafür erkennt das Finanzamt Kilometerpauschalen von 600 Euro an (100 Tage x 30 Cent x 20 Kilometer).

Die restlichen 130 Arbeitstage legt der Mann die Fahrt zur Arbeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. Dafür kann er nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs seine Fahrscheinkosten von in unserem Fall 1 040 Euro als Werbungskosten absetzen.

Das Finanzamt hätte statt der Ticketkosten nur die Kilometerpauschalen von 780 Euro anerkannt (130 Tage x 30 Cent x 20 Kilometer). Das sind 260 Euro weniger. Zahlt der Arbeitnehmer 35 Prozent Steuern, kann er jetzt mit Solidaritätszuschlag 96 Euro mehr herausholen.

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