Wechselwirkungen Grüner Tee – ein Risiko

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Krebspatienten nutzen häufig grünen Tee, um Übelkeit bei Chemotherapien zu mildern. Nun kommt eine Untersuchung zu dem Schluss, dass dies Nachteile haben kann: Der Wirkstoff Bortezomib, bei einer Krebserkrankung des Knochenmarks (Multiples Myelom) eingesetzt, wird durch Bestandteile aus grünem Teeauszug in eine unwirksame Form überführt. Wohl würden auf diesem Weg Nebenwirkungen des Medikaments vermieden, aber auf Kosten der therapeutischen Wirkungen. Die Wissenschaftler empfehlen Patienten unter Behandlung mit Bortezomib, keinen grünen Tee zu trinken und Präparate mit grünem Teeextrakt zu meiden. Sie werden als Nahrungsergänzungsmittel oder Gesundheitsprodukte angeboten. Bortezomib ist das erste Krebsmittel seiner Art auf dem Markt. In den USA wird es als Velcade von Millennium Pharmaceuticals vertrieben, hierzulande von Janssen Cilag.

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